Der Gardasee zählt zu den beliebtesten Reisezielen in Italien. Ein kleiner Ort in dieser Region hebt sich besonders hervor und belegt den ersten Platz in der Rangliste der italienischen Gemeinden.
Die Region rund um den Gardasee besticht durch ihre abwechslungsreiche Landschaft, das milde Klima und ein breites Spektrum an touristischen Aktivitäten. Ob Aktivurlaub mit Klettern, Tauchen, Wandern und Kitesurfen oder entspannte Tage in der Sonne mit hervorragender Gastronomie – hier werden nahezu alle Urlaubswünsche erfüllt. Zudem ist der Gardasee für viele Deutsche aufgrund seiner schnellen Erreichbarkeit ein attraktives Ziel. Diese Beliebtheit hat auch positive Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft, wie eine aktuelle Analyse zur touristischen Wertschöpfung in italienischen Gemeinden zeigt.
Wirtschaftlicher Nutzen des Tourismus in Italien
Die Untersuchung des italienischen Instituts Sociometrica mit dem Titel „La ricchezza dei comuni turistici“ (übersetzt: Der Reichtum der touristischen Gemeinden) analysiert den wirtschaftlichen Mehrwert des Tourismus in italienischen Gemeinden. Dabei werden offizielle Übernachtungszahlen des italienischen Statistikamts Istat sowie Schätzungen zu Kurzzeitvermietungen herangezogen. Besonders kleine Gemeinden, die von einer hohen Besucherfrequenz profitieren, erzielen bemerkenswerte Pro-Kopf-Werte.
Im Jahr 2024 wurden in Italien insgesamt etwa 466 Millionen touristische Übernachtungen registriert, was einem Anstieg von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der gesamte touristische Mehrwert belief sich auf 117,1 Milliarden Euro, wobei kleinere Gemeinden durch ihre spezialisierten Angebote besonders stark profitierten.
Die beliebtesten Orte am Gardasee
In den Top 100 der italienischen Gemeinden nach touristischem Mehrwert, in denen große Städte wie Rom, Mailand, Venedig und Florenz dominieren, finden sich auch acht Gemeinden aus der Gardasee-Region:
- Lazise: Platz 13 – 906 Millionen Euro
- Peschiera del Garda: Platz 23 – 587 Millionen Euro
- Bardolino: Platz 24 – 565 Millionen Euro
- Riva del Garda: Platz 34 – 404 Millionen Euro
- Sirmione: Platz 50 – 308 Millionen Euro
- Malcesine: Platz 57 – 285 Millionen Euro
- Limone sul Garda: Platz 63 – 266 Millionen Euro
- Desenzano del Garda: Platz 65 – 255 Millionen Euro
Diese Zahlen verdeutlichen die wirtschaftliche Bedeutung der Gardasee-Region für den Tourismus, nicht nur in den großen Städten, sondern auch in kleineren Orten, wie das Portal gardawow.it berichtet.
Limone sul Garda: Spitzenreiter in der Pro-Kopf-Wertschöpfung
Obwohl die absoluten Zahlen den großen Metropolen Italiens die vorderen Plätze einräumen, wird in der Analyse auch ein hypothetischer Wert betrachtet: der Pro-Kopf-Wert der touristischen Wertschöpfung. Hier hat ein kleiner Ort am Gardasee die Nase vorn.
Limone sul Garda belegt den ersten Platz in Italien hinsichtlich des hypothetischen Umsatzes pro Einwohner durch Tourismus. Mit nur etwa 1.100 Einwohnern generiert der Ort einen Wert von 241.000 Euro pro Kopf – mehr als jede andere Gemeinde des Landes.
Die folgenden vier Plätze werden von kleinen Berggemeinden im Trentino belegt. Diese Orte zeichnen sich durch eine geringe Einwohnerzahl, eine starke touristische Ausrichtung und einen hohen wirtschaftlichen Ertrag pro Kopf aus, wie gardapost.it berichtet.
Gemeinden wie Limone sul Garda setzen zunehmend auf Qualitätstourismus und nachhaltige Entwicklung. Laut der Analyse von Sociometrica sollen durch gezielte Investitionen in die Infrastruktur, den Ausbau umweltfreundlicher Mobilitätsangebote und die Förderung lokaler Betriebe langfristige Erfolge gesichert werden.
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