Die frühe Hitzewelle hat in Europa zu erheblichen Problemen geführt. In Frankreich sind bereits sieben Menschen in Verbindung mit der extremen Hitze ums Leben gekommen.
Die Regierungssprecherin Maud Bregeon erklärte im Fernsehsender TF1, dass die Todesfälle „direkt oder indirekt mit der Hitze zusammenhängen“. Unter den Opfern seien „mindestens fünf Fälle von Ertrinken“ zu verzeichnen, während zwei weitere Personen bei Sportveranstaltungen in Paris und im Großraum Lyon starben. Die Regierung appellierte an die Bevölkerung, große Vorsicht walten zu lassen.
Warnstufen und Rekordtemperaturen in Frankreich
In acht Departements im Westen Frankreichs wurde die Warnstufe Orange ausgerufen. Der nationale Wetterdienst Météo France prognostizierte Höchsttemperaturen von bis zu 36 Grad Celsius. Bereits am Montag wurden in diesen Regionen die höchsten Temperaturen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen für einen Maitag registriert.
Hitzewelle breitet sich nach Großbritannien aus
Auch Großbritannien ist von der Hitzewelle betroffen. In der Nacht zu Dienstag wurde im Londoner Vorort Kenley eine Temperatur von 21,3 Grad Celsius gemessen, was die höchste Nachttemperatur im Mai seit Beginn der Aufzeichnungen darstellt. Am Montag wurden in mehreren Städten Rekordwerte von über 30 Grad erreicht, im Südwesten Londons sogar 34,8 Grad. Für Teile Südenglands und Wales erwartet der Wetterdienst Met Office weitere Höchstwerte bis 35 Grad. Am Nachmittag steigt zudem die Gewittergefahr.
Die hohen Temperaturen kommen für viele Briten zu einem günstigen Zeitpunkt, da sie das lange Wochenende zum sogenannten „Spring bank holiday“ für Ausflüge nutzen.
Temperaturen in Spanien und Deutschland
In Spanien werden für den späten Nachmittag Temperaturen weit über 30 Grad erwartet, insbesondere in Städten der Extremadura wie Badajoz (36 Grad) sowie in Andalusien, wo Sevilla und Córdoba 35 Grad erreichen könnten. Auch im Großraum Madrid, in Saragossa und im Baskenland sind Werte um die 35 Grad möglich. Mallorca wird mit 28 Grad angegeben, was für Ende Mai jedoch nicht als extrem ungewöhnlich gilt.
In Deutschland hat die Hitzewelle ihren Höhepunkt erreicht. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) wird der Temperaturrekord für Mai von 36,6 Grad aus dem Jahr 1922 voraussichtlich nicht übertroffen. Bis Ende der Woche sind im Süden Deutschlands Temperaturen um 33 Grad zu erwarten, während eine Kaltfront aus Skandinavien im Norden und Osten für Abkühlung sorgt. Dort könnte es nachts sogar zu Bodenfrost kommen. Ab Freitag steigt zudem die Gewittergefahr.
Ursachen der Hitzewelle
Nach Angaben des DWD befindet sich West- und Mitteleuropa derzeit unter einer Hitzeglocke, die die Luft durch einen weitgehend wolkenfreien Himmel weiter aufheizt. Zudem wird heiße und trockene Luft, die mit Saharastaub aus Nordafrika angereichert ist, erwartet. Dies erklärt die gegenwärtig ungewöhnlich hohen Temperaturen.
Quellen: mopo
Bildquelle: KI generiert