„Ich dachte, ich drehe völlig durch“, berichtet die 28-jährige Caoimhe Jennings über ihre erschreckenden Erlebnisse während eines Thailand-Urlaubs.
Die alarmierenden Symptome begannen im Januar 2025 schleichend mit Anzeichen, die zunächst harmlos erschienen: trockene Augen und Übelkeit nach dem Genuss von Wein. Caoimhe Jennings, eine Steuerfachangestellte, führte diese Beschwerden auf den Stress durch ihren neuen Job zurück. Doch als sie mit ihrem Mann Ollie nach Thailand reiste, um dessen 30. Geburtstag zu feiern, nahmen die Dinge eine dramatische Wendung.
Paranoia und bizarre Wahrnehmungen
Während des Urlaubs litt Caoimhe plötzlich unter extremer Paranoia. Bei einem Abendessen am Strand war sie überzeugt, dass ein Tsunami bevorstand, und drängte ihren Mann, ins Hotel zurückzukehren. Ihre Symptome wurden zunehmend beunruhigender. Bei einer Bootstour konnte sie riesige Warane am Ufer nicht erkennen, obwohl diese auf den Fotos deutlich zu sehen waren. Ein weiteres Mal war sie überzeugt, dass sie durch einen Schluck eines Drinks eine Methanolvergiftung erlitten hatte.
Nach ihrer Rückkehr nach Irland verschlechterte sich ihr Zustand rapide. Sie vergaß, wie man Fahrrad fährt, und begann, sich unkontrolliert einzunässen. An einem Morgen waren ihr Gesicht und ihre Füße stark angeschwollen. Als sie doppelt sah, suchte sie einen Optiker auf, der sie sofort ins Krankenhaus überwies.
Diagnose und erste Operation
Ein Scan offenbarte die schreckliche Wahrheit: Caoimhe litt an einem Hydrozephalus (Wasserkopf), und sie wurde umgehend operiert.
„Das Gesicht des Arztes fiel in sich zusammen, als ich ihm erzählte, was los war“, erinnert sie sich.
Innerhalb einer Stunde wurde sie operiert, und die Ärzte leiteten Flüssigkeit aus ihrem Gehirn ab. Am nächsten Morgen erhielt sie die Diagnose, die ihr Leben für immer veränderte: ein großer Hirntumor im Zentrum ihres Gehirns.
Ein Funken Hoffnung
Im September 2025 stand eine weitere riskante Operation an. Die Ärzte mussten ein Loch in eine Membran stechen, um die Flüssigkeit besser abfließen zu lassen. Aufgrund der Lage des Tumors konnte dieser jedoch nicht vollständig entfernt werden. Angesichts des hohen Risikos, den Eingriff nicht zu überleben, machte Ollie ihr noch vor der Operation einen Heiratsantrag. Die Operation war erfolgreich, und Caoimhe sah optimistisch in die Zukunft.
Doch nur einen Monat später kam die nächste Hiobsbotschaft: Der Tumor hatte sich mutiert und war unheilbar. Die Ärzte gaben ihr nur noch Monate zu leben, keine Jahre. Eine Chemotherapie sei in diesem Stadium aussichtslos, lediglich eine Bestrahlung könnte ihr eventuell noch etwas Zeit verschaffen.
Der ungebrochene Kampfgeist
Trotz dieser niederschmetternden Diagnose verlor Caoimhe nicht den Mut. Sie nutzte die Zeit vor dem nächsten Eingriff, um ihre Hochzeit zu planen. Im Januar 2026 gaben sie und Ollie sich das Ja-Wort. Caoimhe gab ihren Beruf auf und lebt von ihrer Rente, um jeden verbleibenden Moment zu genießen.
„Ich versuche, positiv zu bleiben. Verglichen mit letztem Jahr habe ich keine Schmerzen mehr“, sagt sie.
Sie empfindet sich als glücklich, da sie einen liebevollen Ehemann und eine unterstützende Familie hat.
Ihr Kampfgeist bleibt ungebrochen:
„Ich weiß, dass ich jung sterben werde, aber ich akzeptiere die Monate nicht, die sie mir gegeben haben – ich bete für Jahre.“
Caoimhe hat das Backen als neue Leidenschaft entdeckt, die ihr Leben Struktur und Freude verleiht. Zuletzt gab es sogar einen Grund zur Hoffnung: Jüngste Untersuchungen zeigten Anzeichen einer Verkleinerung des Tumors – ein kleines Wunder und ein Beweis für ihre bemerkenswerte Stärke.
Quellen: RTL