Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich empört über einen Schusswechsel zwischen Mitarbeitern des Inlandsgeheimdienstes SBU und des Militärgeheimdienstes HUR in Kiew geäußert. Er bezeichnete die Vorfälle als „absolut skandalös“ und forderte eine umfassende Aufklärung.
In einer Videobotschaft erklärte Selenskyj, dass der Generalstaatsanwalt die Umstände des Schusswechsels, bei dem mehrere Personen verletzt wurden, untersuchen müsse. „Hier in der Ukraine darf nur auf russische Besatzer geschossen werden, um die Ukraine zu verteidigen“, betonte er.
Details des Vorfalls
Der SBU hatte zunächst mitgeteilt, dass man gemeinsam mit dem HUR einen aus Moskau gesteuerten Anschlag auf einen russischen Oppositionellen verhindert habe. Berichten zufolge handelte es sich um einen Offizier des Russischen Freiwilligenkorps RDK, das auf Seiten der Ukraine kämpft.
Später gab der SBU bekannt, dass seine Einsatzkräfte während einer Ermittlungsaktion von Unbekannten angegriffen worden seien. In dem Schusswechsel seien mehrere Angreifer verletzt worden, die sich als Angehörige der Armee herausstellten. Der Militärgeheimdienst HUR, der die Aufsicht über die russischen Freiwilligen hat, äußerte sich bislang nicht offiziell zu dem Vorfall.
Kontext und Einordnung
Die Auseinandersetzung zwischen den Geheimdiensten wirft Fragen zur internen Sicherheit und Zusammenarbeit innerhalb der ukrainischen Sicherheitskräfte auf. In einem Land, das sich im Krieg mit Russland befindet, ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Sicherheitsbehörden effektiv und koordiniert arbeiten. Selenskyjs Forderung nach einer Klärung des Vorfalls könnte auch als Versuch gewertet werden, das Vertrauen in die Institutionen zu stärken und interne Konflikte zu vermeiden.
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Quellen: Welt
Bildquelle: Steffen Prößdorf via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)
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