Massive Flugausfälle durch Vulkanausbruch in Indonesien
Obwohl der Vulkan Anak Krakatau seit Sonntagabend inaktiv ist, sind die Nachwirkungen seiner letzten Eruptionen nach wie vor spürbar. Eine riesige Aschewolke hat sich über weite Teile Indonesiens ausgebreitet, was zu erheblichen Störungen im Luftverkehr führt und Hunderttausende Reisende in die Unsicherheit zwingt.
Der nach dem Ausbruch gefallene Ascheregen hat den Flugverkehr stark beeinträchtigt. Am Montag waren sieben Flughäfen, darunter zwei in der Hauptstadt Jakarta, geschlossen. Nach Angaben des Verkehrsministeriums wurden rund 2300 Flüge gestrichen, verspätet oder umgeleitet. Über 270.000 Passagiere sind von diesen Störungen betroffen. Verkehrsminister Dudy Purwagandhi wies darauf hin, dass wegen der unvorhersehbaren Wetterbedingungen unklar sei, wann sich die Lage normalisieren könnte. Positiv zu vermerken ist, dass ein Flughafen in Süd-Sumatra wieder in Betrieb genommen wurde.
Wartende Reisende
Am Flughafen Soekarno-Hatta in Tangerang, nahe Jakarta, waren viele Reisende auf der Suche nach Informationen über ihre Flüge. Einige fanden keinen Platz zum Sitzen und mussten auf Bänken schlafen, während sie auf Neuigkeiten warteten. Ein 24-jähriger spanischer Tourist, der seine Rückreise antreten wollte, klagte: „Wir müssen einfach warten und warten und warten.“ Dieses Beispiel verdeutlicht die drückende Ungewissheit, mit der die Reisenden konfrontiert sind.
Details zur Vulkanausbruch
Der Anak Krakatau brach am späten Freitagabend aus, wobei die letzte Eruption am Sonntag um 20:23 Uhr registriert wurde. Die Vulkanüberwachungsbehörde warnt vor einer hohen Wahrscheinlichkeit weiterer Ausbrüche in den kommenden Monaten. Ein Vulkanexperte bezeichnete die jüngste Eruption des Anak Krakatau als ungewöhnlich. Die Aschewolke erreichte Höhen zwischen 6 und 15 Kilometern, und die aktuellen windigen sowie trockenen Wetterbedingungen verstärken die Verbreitung der schwefel- und silikathaltigen Asche, was eine erhebliche Gefahr für Flugzeugtriebwerke darstellt.
Sicherheitsmaßnahmen der Behörden
Die zuständigen Behörden haben die Bevölkerung angewiesen, im Freien Atemschutzmasken zu tragen, um sich vor der Asche zu schützen. Der Unterricht in Schulen wurde auf Online-Formate umgestellt, um die Sicherheit der Schüler zu gewährleisten. Der Fährverkehr in der Sundastraße verlief laut Verkehrsministerium jedoch normal, wobei Schiffe angewiesen wurden, einen Abstand von mindestens drei Kilometern zum Krater des Anak Krakatau einzuhalten. Fischer haben ihre Tätigkeiten eingestellt, um Risiken zu minimieren.
Geologische Aspekte
Der Anak Krakatau befindet sich in der Meerenge zwischen Java und Sumatra. Indonesien gehört zum sogenannten Pazifischen Feuerring, einer geologisch aktiven Zone, die etwa 130 aktive Vulkane umfasst und häufig von Erdbeben sowie Vulkanausbrüchen betroffen ist. In den letzten Wochen hatte das Land zudem mit Waldbränden und einem Erdbeben Mitte August zu kämpfen. Präsident Prabowo Subianto kündigte nach Gesprächen mit den zuständigen Behörden an, dass das Budget für den Katastrophenschutz erhöht und die Präventionsmaßnahmen verstärkt werden müssen.
Quellen: n-tv, Süddeutsche Zeitung
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.