„Mein Herz, meine unendliche Umarmung und meine Gebete gelten in diesen Stunden der Not jeder venezolanischen Familie“, äußerte die Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado auf X.
In Venezuela herrscht nach zwei verheerenden Erdbeben große Panik. Die Regierung hat den Notstand ausgerufen, und erste Berichte deuten auf eine hohe Zahl an Opfern hin. Interimspräsidentin Delcy Rodriguez bestätigte, dass mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen sind und mehr als 700 verletzt wurden. Allerdings fehlen noch genaue Informationen aus dem stark betroffenen Bundesstaat La Guaira, der an die Hauptstadt Caracas grenzt.
Erdbeben erschüttern Venezuela
Die beiden Erdbeben ereigneten sich am Nachmittag und hatten eine Stärke von 7,2 und 7,5. Das Epizentrum lag etwa 160 Kilometer westlich von Caracas in einer Tiefe von 13 Kilometern. Die US-Geologiebehörde USGS schätzt, dass die Zerstörungen massiv sind und die Zahl der möglichen Todesopfer zwischen 10.000 und 100.000 liegen könnte. In der Hauptstadt Caracas stürzten mehrere Gebäude ein, darunter ein 22-stöckiges Hochhaus im Stadtteil Altamira.
Notfallmaßnahmen und internationale Reaktionen
Innenminister Diosdado Cabello bestätigte im staatlichen Fernsehen den Einsturz mehrerer Gebäude und berichtete, dass Feuerwehr und Polizei mobilisiert wurden, um die Situation zu bewältigen. Der Zugverkehr wurde eingestellt, und der internationale Flughafen von Caracas musste aufgrund von Schäden geschlossen werden. Aufnahmen zeigen Rettungskräfte, die in den Trümmern nach Überlebenden suchen, während verzweifelte Angehörige nach ihren Familienmitgliedern rufen.
Die Panik ergriff viele Menschen, die aus ihren Häusern rannten und aus Angst vor Nachbeben auf der Straße ausharrten. In einem Krankenhaus in Caracas stürzten Deckenplatten herab, und unbestätigte Videos zeigen schwere Schäden am Hauptflughafen sowie eingestürzte Gebäude in La Guaira. Das Parlament hat seine für den Tag geplante Sitzung abgesagt.
Historische Erdbeben in Venezuela
Venezuela liegt in einer seismisch aktiven Zone, in der die Karibische und die Südamerikanische Erdplatte aufeinandertreffen. Historisch gesehen gab es bereits verheerende Erdbeben in der Region, wie das schwere Beben von 1812, bei dem schätzungsweise 30.000 Menschen ums Leben kamen.
Internationale Hilfsangebote
US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass die USA bereit sind, schnell Hilfe zu leisten. Er erklärte, dass alle US-Behörden angewiesen wurden, sich auf die Unterstützung vorzubereiten. Trump bezeichnete die Erdbeben als „massiv“ und sprach von einer „verheerenden Zahl Toter“, ohne jedoch konkrete Informationen zu den Opfern zu nennen. Er betonte die Unterstützung für die Übergangsregierung in Caracas und äußerte: „Die ersten Berichte sind nicht gut!!!“
Quellen: n-tv