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Bodensee kämpft mit historischem Niedrigwasser – Auswirkungen auf Tourismus und Natur

Der Bodensee kämpft mit einem drastisch niedrigen Wasserstand, der historische Tiefstwerte erreichen könnte. Die Auswirkungen sind spürbar: Schiffe müssen umplanen und Brutplätze von Wasservögeln sind gefährdet.

Bodensee kämpft mit historischem Niedrigwasser – Auswirkungen auf Tourismus und Natur
Carsten Steger via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Schiffe bleiben am Ufer, Wasservögel finden keine Brutplätze und Badende müssen weit ins Wasser laufen: Der Bodensee, Deutschlands größter See, verzeichnet derzeit einen alarmierenden Wasserstand, der so niedrig ist wie seit vielen Jahren nicht mehr. Ein historischer Tiefststand könnte bald erreicht werden.

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Aktuell liegt der Wasserstand am Pegel Konstanz bei etwa 305 Zentimetern, was 66 Zentimeter unter dem langjährigen Durchschnitt für diesen Tag entspricht. Laut der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) wurde ein solch niedriger Stand zuletzt vor 15 Jahren registriert.

Eine Grafik aus Österreich verdeutlicht die kritische Situation: An der Bodenseemessstation Bregenz kratzt der aktuelle Wert am historischen Tiefpunkt, der seit 1864 nicht mehr erreicht wurde. Sollte sich die Lage nicht ändern, könnte dieser Rekord bald fallen.

Folgen für Badegäste und Schifffahrt

Die Auswirkungen des Niedrigwassers sind erheblich. Am Konstanzer Hörnle, einem beliebten Strandbad, liegt ein Steg trocken, der normalerweise ins Wasser führt. Besucher müssen bis zu 50 Meter laufen, um wenigstens bis zum Bauchnabel im Wasser zu stehen. „Es ist schwer zu ertragen“, äußerte eine Besucherin gegenüber den Medien.

Die Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) hat aufgrund des niedrigen Rheinpegels den Schiffsverkehr eingeschränkt. Das private Unternehmen Frey Meersburger Bootsbetriebe musste seine Anlegestelle auf der Insel Mainau verlegen, da das Wasser nicht ausreicht. Zudem können Tret- und Ruderboote wegen der Verschlammung im Hafen nicht fahren, und viele Segel- und Yachthäfen sind nur zu einem Drittel ausgelastet.

Bedrohung für die Tierwelt

Das Niedrigwasser hat auch gravierende Folgen für die Tierwelt. Wasservögel wie Blässhühner und Haubentaucher finden in den trockenen Bereichen keine geeigneten Brutplätze. Dies könnte dazu führen, dass die Tiere in diesem Jahr möglicherweise nur eine Brut statt der üblichen zwei aufziehen.

Normalerweise steigt der Wasserstand des Bodensees im Frühjahr deutlich an, insbesondere im Mai. In diesem Jahr fiel jedoch weniger Schnee als gewohnt, und auch die Niederschläge blieben hinter den Erwartungen zurück. Eine Sprecherin der LUBW erklärte, dass diese Faktoren zusammen dazu führen, dass der Alpenrhein, der Hauptzufluss des Bodensees, derzeit unterdurchschnittlich Wasser führt.

Prognosen und Ausblick

Die Experten der LUBW rechnen zwar mit einem leichten Anstieg des Wasserstands, da die hohen Temperaturen die Schneeschmelze kurzfristig ankurbeln könnten. Dennoch wird dieser Anstieg voraussichtlich geringer ausfallen als üblich. Um den Wasserstand im Bodensee wieder auf normale Werte zu bringen, sind anhaltende und flächendeckende Niederschläge im Einzugsgebiet erforderlich. Sollte der Regen in den kommenden Tagen ausbleiben, könnte der Pegel laut SWR unter drei Meter sinken.

Die Situation am Bodensee verdeutlicht die Herausforderungen, mit denen die Region konfrontiert ist, und wirft Fragen zur zukünftigen Wasserverfügbarkeit auf. Zudem gibt es aktuelle Berichte über Rückrufaktionen bei Mercedes-Benz und die fallenden Heizölpreise, die ebenfalls von Bedeutung sind.

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Quellen: t-online

Bildquelle: Carsten Steger via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

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