Nachrichten aus Würzburg und der Region

Aktuelles Echo
Vanessa Mai erleidet Verlust durch Autoeinbruch während ihrer Tour Vanessa Mai erleidet Verlust durch Autoeinbruch während ihrer Tour Vor 39 Sekunden Herbstbeginn bringt Anstieg der Atemwegsinfektionen in Deutschland Herbstbeginn bringt Anstieg der Atemwegsinfektionen in Deutschland Vor 4 Minuten Urlaubsplanung 2027: So nutzen Sie Feiertage und Brückentage optimal aus Urlaubsplanung 2027: So nutzen Sie Feiertage und Brückentage optimal aus Vor 8 Minuten Arzt wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt: Neugeborenes erleidet Schädelbruch bei Geburt Arzt wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt: Neugeborenes erleidet Schädelbruch bei Geburt Vor 11 Minuten Ermittlungen gegen ehemaligen BND-Präsidenten Hanning: Spionageverdacht belastet deutsche Geheimdienste Ermittlungen gegen ehemaligen BND-Präsidenten Hanning: Spionageverdacht belastet deutsche Geheimdienste Vor 12 Minuten Bundesregierung stoppt Übernahme von Logistikfirma Zippel durch chinesischen Staatskonzern Bundesregierung stoppt Übernahme von Logistikfirma Zippel durch chinesischen Staatskonzern Vor 16 Minuten Mögliche Puma-Sichtung in der Nähe des Münchner Flughafens: Behörden warnen Mögliche Puma-Sichtung in der Nähe des Münchner Flughafens: Behörden warnen Vor 29 Minuten Michael Douglas gesteht Liebe zu Co-Darstellerin am „Basic Instinct“-Set Michael Douglas gesteht Liebe zu Co-Darstellerin am „Basic Instinct“-Set Vor 38 Minuten Nationalpark Majella: Empörung über respektloses Verhalten von Touristen Nationalpark Majella: Empörung über respektloses Verhalten von Touristen Vor 2 Stunden SpaceX plant milliardenschwere Investition in Nvidia-KI-Chips SpaceX plant milliardenschwere Investition in Nvidia-KI-Chips Vor 3 Stunden

Bundesanwaltschaft: Bundesweite Razzia gegen rechtsextreme Organisationen

Die Bundesanwaltschaft hat landesweite Razzien gegen die rechtsextremen Gruppen „Deutsche Jugend Voran“ und „Jung und Stark“ eingeleitet. In zwölf Bundesländern durchsuchen Ermittler Wohnungen von über 36 Verdächtigen, die im Verdacht stehen, eine kriminelle Vereinigung gebildet zu haben.

Bundesanwaltschaft: Bundesweite Razzia gegen rechtsextreme Organisationen
KI-generiert

Seit den frühen Morgenstunden führt die Polizei Durchsuchungen bei mutmaßlichen Mitgliedern der Organisationen „Deutsche Jugend Voran“ (DJV) und „Jung und Stark“ (JS) durch. Der Generalbundesanwalt erhebt den Vorwurf, dass diese Gruppen kriminelle Vereinigungen gebildet haben.

🎁 Gewinnspiel

Jetzt Newsletter abonnieren und gewinnen!

Melde dich zum kostenlosen Newsletter an und nimm automatisch an unserem Gewinnspiel teil. Wir verlosen 500 × 100 € Wunschgutscheine unter allen Abonnenten.

Die Durchsuchungen betreffen über 36 Verdächtige und finden in insgesamt zwölf Bundesländern statt: Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Laut Informationen aus Ermittlerkreisen sind viele der Beschuldigten Jugendliche oder junge Erwachsene, von denen einige bereits in der Vergangenheit durch gewalttätiges Verhalten aufgefallen sind. Ein Großteil der 36 Verdächtigen wird als führend innerhalb der beiden Organisationen angesehen. Die Sicherheitsbehörden schätzen, dass jede der Gruppen mehrere Hundert Mitglieder hat.

Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung

Der Generalbundesanwalt betrachtet die beiden Gruppen als kriminelle Vereinigungen und hat das Verfahren aufgrund der möglichen besonderen Bedeutung übernommen. DJV und JS gelten als besonders gewaltbereit und sind seit ihrer Gründung Mitte 2024 im Fokus der deutschen Sicherheitsbehörden.

Julian M., der mutmaßliche Anführer von DJV, wurde im April des vergangenen Jahres in Berlin zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt. Gegen JS ermittelt der Generalbundesanwalt seit Mitte 2025.

Öffentliche Präsenz der Gruppen

Beide Organisationen sind bundesweit aktiv, wobei DJV einen klaren regionalen Schwerpunkt in Berlin und Brandenburg hat. Sie agieren nicht im Verborgenen, sondern sind stark aktionsorientiert und fallen immer wieder durch ihre hohe Gewaltbereitschaft auf. Es wird berichtet, dass sie mehrfach Störaktionen gegen Veranstaltungen zum Christopher Street Day organisiert haben und für zahlreiche Gewalttaten gegen queere Menschen sowie politisch Andersdenkende verantwortlich sind.

In sozialen Medien sind beide Gruppen ebenfalls aktiv und versuchen, auf diesem Weg neue Mitglieder zu gewinnen. DJV unterhält beispielsweise Accounts auf Instagram und Telegram, über die auch Veranstaltungen beworben werden, wie zuletzt am 1. Mai in Essen. Beide Organisationen stehen in enger Verbindung zur rechtsextremistischen Partei Heimat, die früher unter dem Namen NPD bekannt war, sowie deren Jugendorganisation, den Jungen Nationalisten. Bei der Werbung für die Veranstaltung am 1. Mai verbreitete DJV auf ihrem Telegram-Kanal eine Videobotschaft des Heimat-Vorsitzenden Peter Schreiber.

Weitere Maßnahmen gegen rechtsextreme Jugendgruppen

Mit dieser Durchsuchungsaktion hat die Bundesanwaltschaft einen weiteren Schritt im Kampf gegen rechtsextremistische Jugendgruppen unternommen. Zuletzt wurde Generalbundesanwalt Jens Rommel vorgeworfen, dass mutmaßliche Mitglieder der rechtsextremistischen Gruppe „Letzte Verteidigungswelle“ eine terroristische Vereinigung bilden.

Seit März 2026 müssen sich acht mutmaßliche Mitglieder dieser Gruppe vor dem Oberlandesgericht Hamburg verantworten. Die Bundesanwaltschaft ist überzeugt, dass es sich um eine terroristische Vereinigung handelt. Mehrere der Angeklagten sind minderjährig und sollen unter anderem ein Kulturzentrum im brandenburgischen Alt-Döbern in Brand gesetzt sowie Anschläge auf Asylbewerberunterkünfte verübt oder geplant haben.

„Viele junge Beschuldigte“, sagte Holger Schmidt vom SWR zu den Razzien bei Rechtsextremen.

Dieses Thema wird auch in den Programmen von Das Erste und tagesschau behandelt.


Quellen: tagesschau

Bildquelle: dpositphotos

Artikel teilen:

Empfehlungen für dich.

📷
5 neue
Verkehrsmeldungen
Würzburg
Jetzt ansehen →