„Wir sind in engem Austausch mit den Sicherheitsbehörden“, sagte der Regierende Bürgermeister Kai Wegener (CDU) nach dem Treffen am Freitag.
Nach einem Hackerangriff auf das Landesnetz von Berlin ist eine Lösegeldforderung an die Stadt eingegangen. Die genaue Höhe der geforderten Summe ist bislang unbekannt. Die Senatskanzlei hat sich auf Anfrage noch nicht zu dem Vorfall geäußert.
Details zum Hackerangriff
Unklar bleibt, welche Drohungen die Erpresser konkret aussprechen und ob sie tatsächlich für den Angriff auf das Berliner Landesnetz verantwortlich sind. Der Vorfall hat sich zu einem ernsthaften Erpressungsfall entwickelt.
Verlauf der Ereignisse
Die Cyberattacke führte dazu, dass sensible Daten über einen Zeitraum von mehreren Tagen abgeflossen sind. Laut Digitalstaatssekretär Florian Hauer waren die Hacker bereits mindestens eine Woche vor der Entdeckung in das System eingedrungen. Am 7. August begannen sie, Daten aus dem Netz der Verkehrsverwaltung zu stehlen. Erst am 14. August wurden die betroffenen Senatsverwaltungen für Verkehr und Stadtentwicklung aus Sicherheitsgründen vom restlichen Landesnetz getrennt.
Öffentliche Informationen und Reaktionen
Am Freitagvormittag fand ein Treffen zwischen dem Regierenden Bürgermeister Wegener, Innensenatorin Iris Spranger (SPD) und Vertretern der Sicherheitsbehörden statt. Am Nachmittag ist eine Sondersitzung des Senats geplant, um die Fraktionsvorsitzenden des Abgeordnetenhauses über den aktuellen Stand zu informieren. Wegener und Spranger wollen anschließend die Öffentlichkeit über die Entwicklungen in Kenntnis setzen.
Auswirkungen und weitere Untersuchungen
Die Senatskanzlei hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass die Hacker früher in das Landesnetz eingedrungen waren als zunächst angenommen. Die genauen Daten, die abgeflossen sind, sind weiterhin unklar. Ein Notfallstab ist eingerichtet worden, und eine US-Spezialfirma wurde beauftragt, das Berliner Landesnetz zu scannen. Die Untersuchungen werden voraussichtlich mehrere Monate in Anspruch nehmen.
Dieser Vorfall gilt als der größte Cyberangriff, den das Land Berlin bisher erlebt hat, und wirft ernsthafte Fragen zur IT-Sicherheit der Verwaltung auf.
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Quellen: rbb24
Bildquelle: Leonhard Lenz via Wikimedia Commons (CC0)
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