In der Nacht kam es in Thüringen zu einem verheerenden Brand in einer Burg aus dem 12. Jahrhundert. Die Runneburg in Weißensee, im Landkreis Greiz, wurde dabei erheblich beschädigt, wie ein Polizeisprecher mitteilte.
Die Feuerwehr und die Polizei erhielten gegen 23 Uhr am Mittwochabend die Meldung über das Feuer, das in einem Eckgebäude der Wehranlage ausgebrochen war, direkt neben einem hohen Wachturm.
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Die Feuerwehr leitete umgehend einen Großangriff ein und konnte eine weitere Ausbreitung der Flammen verhindern. Auch ein Polizeihubschrauber wurde zur Unterstützung eingesetzt. Glücklicherweise gab es keine Verletzten, und gegen 4 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. Laut Polizei entstand jedoch „erheblicher Sachschaden an der historischen Bausubstanz“, wobei eine genaue Schadenshöhe noch nicht beziffert werden kann.
Die Freiwillige Feuerwehr Weißensee berichtete auf Facebook von einem Einsatz, der als „einer der wohl schwersten Einsätze der letzten Zeit“ eingestuft wurde. Die Einsatzkräfte erlebten einen Anblick, „der uns allen den Atem stocken ließ“. Der „intensive und kräftezehrende Einsatz“ führte dazu, dass sich die Flammen nicht weiter ausbreiten konnten.
Die genaue Brandursache ist bislang unklar. Die Polizei bittet mögliche Zeugen, die am Mittwochabend Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Die Runneburg wurde laut der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten um 1170 erbaut und thront auf einem kleinen Hügel am Rand der Stadt Weißensee. Sie gilt als eines der bedeutendsten Zeugnisse romanischer Baukunst in Deutschland. In kaum einer anderen Anlage ist so viel originale Bausubstanz des Hochmittelalters erhalten geblieben. Die Stiftung bezeichnet die Runneburg auch als „kleine Schwester“ der Wartburg.
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