In der kommenden Saison setzen zahlreiche Reedereien auf frische Reiseziele. AIDA wird im Winter 2026/2027 sogar Regionen ansteuern, die bislang nicht im Programm waren.
München – Kreuzfahrt-Urlauber dürfen sich in diesem Jahr auf zahlreiche Neuerungen freuen – nicht alle davon sind jedoch freiwillig. Die angespannte Situation im Nahen Osten zwingt viele Reedereien dazu, ihre Routen zu überdenken. Ein Fachmann warnt vor einem „deutlich erhöhten Gefährdungspotenzial“ für Kreuzfahrtschiffe, insbesondere in bestimmten Gebieten. Aus diesem Grund haben viele Unternehmen, darunter auch der deutsche Marktführer AIDA, beschlossen, ihre gesamten Orient-Routen für die Saison abzusagen.
AIDA steuert den Amazonas an
Um dem Winter zu entfliehen, wird die AIDAmar den Amazonas ansteuern – ein Novum in der Geschichte der Reederei. Die 44-tägige Reise beginnt in Hamburg und führt durch die Karibik bis zum Amazonas, mit mehreren Seetagen und einer Überquerung des Äquators. Auf der Route sind auch Stopps auf La Palma und Madeira eingeplant, die bei Kreuzfahrt-Urlaubern sehr beliebt sind. Zudem werden weitere Atlantik-Inseln erstmals im Winter von einem AIDA-Schiff besucht.
Neue Ziele: Azoren und Marokko
AIDA plant zudem, ab Anfang 2027 neue Routen zu etablieren, die Vulkaninseln im Atlantik als Ziel haben. Dabei handelt es sich nicht um die bekannten Kanarischen Inseln, sondern um die Azoren, die fast 1500 Kilometer weiter westlich im Atlantik liegen. Die AIDAluna wird von Hamburg aus unter anderem die Azoren-Inseln Terceira und São Miguel ansteuern, bevor die Reise nach Marokko und Portugal führt und nach 22 Tagen wieder in Hamburg endet.
Während viele Kreuzfahrtschiffe bereits seit Jahren die Kanaren anlaufen, gab es in letzter Zeit auch negative Vorfälle, wie das vorzeitige Ablegen eines AIDA-Schiffes, das Passagiere auf einer Insel zurückließ. Im Gegensatz dazu sind die Azoren weniger touristisch erschlossen und werden seltener besucht. Sie zeichnen sich durch eine feuchtere, grünere und naturbelassenere Umgebung aus. Beide neuen Reisen – Karibik/Amazonas und Azoren – sind Teil des Reiseformats „Große Winterpause“ und starten in Deutschland, sodass keine Flüge erforderlich sind.
Bildquelle: Tim Diercks auf Pexels
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