„Ich wusste schon als Kind, dass ich den Becher eingeatmet habe“, sagte die 59-jährige Kanadierin, die jahrzehntelang unter Atembeschwerden litt.
In Kanada wurde bei einer 59-Jährigen ein jahrzehntelanges Rätsel gelöst: Ein winziger Barbie-Becher, der während des Spielens als Kind eingeatmet wurde, verursachte über 51 Jahre lang Atemprobleme. Die Entdeckung des Fremdkörpers erfolgte erst nach einer Computertomografie (CT), die aufzeigte, dass ein Abschnitt ihrer Lunge kollabiert war und die Atemwege verengt waren.
Ursache für chronische Atemprobleme entdeckt
Die Mediziner führten eine Bronchoskopie durch, bei der sie den kleinen Plastikbecher in den Bronchien der Patientin fanden und erfolgreich entfernten. Nach Angaben der Ärzte handelt es sich um den längsten dokumentierten Fall eines Fremdkörpers, der in den Atemwegen eines Menschen verblieb.
Herausforderung bei der Diagnose
Fremdkörper in den Atemwegen können oft jahrelang unentdeckt bleiben und immer wieder Beschwerden hervorrufen. Besonders problematisch ist, dass viele Plastikteile auf Röntgenbildern nicht sichtbar sind. Viele Patienten erinnern sich zudem nicht mehr an den Vorfall, was die Diagnose erschwert.
Wichtige Lehre aus dem Fall
- Ärzte sollten auch bei Erwachsenen in Betracht ziehen, dass Atembeschwerden von einem vergessenen Fremdkörper stammen könnten.
- Die Patientin hatte bereits in ihrer Kindheit den Verdacht geäußert, dass sie den Mini-Becher eingeatmet hatte, doch aufgrund der Unsichtbarkeit auf den Röntgenbildern wurde ihr nicht geglaubt.
Erst nach einem halben Jahrhundert wurde der wahre Grund für ihre langanhaltenden Beschwerden gefunden, was die Bedeutung einer gründlichen Untersuchung bei unklaren Atemproblemen unterstreicht.
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