Die Bundespolizei hat am Sonntag, den 26. Juli, einen tunesischen Staatsangehörigen festgenommen, der versuchte, unerlaubt nach Deutschland einzureisen. Der 21-Jährige, dessen Asylantrag bereits im Dezember 2022 abgelehnt wurde, befindet sich nun in Zurückweisungshaft.
Bei einer Kontrolle im EuroCity-Zug auf der Strecke Zürich-München konnten die Beamten keine gültigen Ausweisdokumente oder Aufenthaltstitel bei dem Mann finden. Stattdessen stellte sich heraus, dass gegen ihn mehrere Fahndungsnotierungen vorlagen. Diese umfassten unter anderem Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung, Diebstahls und Verstößen gegen das Konsumcannabisgesetz. Zudem lag ein Haftbefehl wegen seines unerlaubten Aufenthalts in Deutschland vor.
Die Bundespolizei informierte den zuständigen Richter am Amtsgericht Kempten, der die Festnahme anordnete. Der tunesische Staatsangehörige wurde anschließend in die Abschiebehafteinrichtung Hof überstellt, wo er nun auf seine Rückführung in sein Heimatland wartet.
Hintergrund und Kontext
Die Festnahme des Mannes fällt in einen Zeitraum, in dem die Zahl unerlaubter Einreisen nach Deutschland im Juli 2026 auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren gesunken ist. Laut aktuellen Berichten versuchten im vergangenen Monat 3.650 Personen, ohne gültige Papiere in die Bundesrepublik einzureisen, was einem Rückgang von fast 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht.
Die Bundespolizeiinspektion Kempten ist für die Sicherheit an den Grenzen und im Bahnverkehr in der Region zuständig. Sie überwacht 220 Grenzkilometer zwischen Bodensee und Ammergebirge und sorgt auf 560 Streckenkilometern sowie an 91 Bahnhöfen für die Sicherheit der Reisenden.
Für Rückfragen steht Bianca Ehnes von der Bundespolizeiinspektion Kempten zur Verfügung.
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Quellen: presseportal, tz, stern
Bildquelle: Foto: Presseportal.de
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