Eine 35-jährige Bundeswehrsoldatin hat am 5. Oktober auf der A3 bei Waldbrunn heldenhaft eingegriffen und einem 20-jährigen Motorradfahrer nach einem Verkehrsunfall das Leben gerettet. Ihr schnelles und beherztes Handeln verhinderte Schlimmeres, als das gestürzte Motorrad von einem nachfolgenden Kleintransporter erfasst wurde. Die Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried ehrte die Soldatin nun für ihre herausragende Zivilcourage.
Der Unfallhergang
Am Abend des 5. Oktober ereignete sich auf der A3 in Fahrtrichtung Nürnberg ein Verkehrsunfall. Ein 20-jähriger Motorradfahrer wechselte aus ungeklärten Gründen unvermittelt die Fahrspur. Eine 35-jährige Autofahrerin konnte eine Kollision nicht mehr verhindern und touchierte das Motorrad, woraufhin der junge Mann stürzte.
Geistesgegenwärtiges Eingreifen
Die Bundeswehrsoldatin, die sich ebenfalls auf der Autobahn befand, erkannte die Gefahr für den gestürzten und offenbar unter Schock stehenden Motorradfahrer. Sie zögerte nicht und zog den Mann von der Fahrbahn. Nur wenige Augenblicke später wurde das liegengelassene Motorrad von einem Kleintransporter überrollt. Der Fahrer des Kleintransporters hatte lediglich das stehende Auto mit Warnblinkanlage wahrgenommen und das Motorrad auf der mittleren Spur zu spät gesehen.
Keine Verletzten, hoher Sachschaden
Glücklicherweise blieben alle Beteiligten bei dem Vorfall unverletzt. An allen drei beteiligten Fahrzeugen – dem Motorrad, dem Pkw und dem Kleintransporter – entstand jedoch erheblicher Sachschaden, der sich im niedrigen fünfstelligen Bereich bewegt. Sowohl das Motorrad als auch der Kleintransporter waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.
Ehrung für Zivilcourage
Vergangenen Donnerstag fand bei der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried eine kleine Feierstunde statt. Dienststellenleiter Polizeidirektor Matthias Wehner bedankte sich persönlich bei der Soldatin, Frau Dojahn, für ihr vorbildliches Handeln. Er betonte, wie wichtig Zivilcourage, Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft seien, gerade auf einer so gefährlichen Arbeitsumgebung wie der Autobahn.
Die Soldatin wurde von ihren Vorgesetzten vom Logistikbataillon 467 „Mainfranken“ aus Volkach begleitet. Ihr Kommandeur, Oberstleutnant Goldschmitt, zeigte sich stolz, „vorbildliche Soldaten wie Frau Dojahn“ in seinem Verband zu haben. Frau Dojahn erhielt als Dank für ihre Tat einen Blumenstrauß und eine Urkunde.
Wichtige Erkenntnisse
- Eine Bundeswehrsoldatin rettete einem Motorradfahrer nach einem Unfall das Leben.
- Ihr schnelles Eingreifen verhinderte eine noch schlimmere Tragödie.
- Die Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried ehrte die Soldatin für ihre Zivilcourage.
- Alle Beteiligten blieben unverletzt, es entstand jedoch hoher Sachschaden.