Schwere Situation für zweijährigen Jungen nach misslungener Herztransplantation in Italien
Ein zweijähriger Junge in Italien hat nach einer misslungenen Herztransplantation kaum noch Aussicht auf Genesung. Laut dem Anwalt der Familie hat ein unabhängiges Ärzteteam festgestellt, dass dem Kind kein neues Herz mehr eingesetzt werden kann. Das Spenderorgan war während des Transports unsachgemäß gekühlt worden und dadurch „buchstäblich erfroren“, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.
Der kleine Patient befindet sich seit Weihnachten auf der Intensivstation des Monaldi-Krankenhauses in Neapel. Nach der gescheiterten Operation wird er durch eine Maschine am Leben gehalten. Die Eltern haben eine Klinik in Rom konsultiert, um die Heilungschancen ihres Sohnes zu überprüfen.
Unterschiedliche Einschätzungen der behandelnden Ärzte
Francesco Petruzzi, der Anwalt der Familie, äußerte im Fernsehsender Rai3, dass die Ärzte in Rom zu dem Schluss gekommen seien, dass der Junge „nicht mehr transplantierbar“ sei. Die behandelnden Mediziner in Neapel hingegen sind anderer Meinung und sehen eine zweite Transplantation noch als möglich an.
Der Zweijährige leidet an einem schweren Herzfehler. Kurz vor Weihnachten wurde ein Spenderherz gefunden, das von einem in Südtirol ertrunkenen Kind stammte. Während des Transports über eine Strecke von 800 Kilometern nach Neapel wurde das Organ jedoch in Trockeneis anstelle von herkömmlichem Eis gekühlt. Trotz des schlechten Zustands des Herzens entschieden sich die Ärzte, die Transplantation durchzuführen.
Suche nach einem geeigneten Spenderorgan
Nach Berichten italienischer Medien steht der Junge ganz oben auf der Liste möglicher Empfänger eines Spenderherzens mit derselben Blutgruppe. In ganz Europa wird nach einem passenden Ersatzorgan gesucht, bislang jedoch ohne Erfolg.
Bildquelle: Vidal Balielo Jr. auf Pexels
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