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Kickers-Ultras sorgen für Geisterspiele und Punktabzug nach Randale in Schweinfurt

Am vergangenen Freitag, den 9. Mai, kam es beim Auswärtsspiel der FC Würzburger Kickers gegen den 1. FC Schweinfurt 05 zu schweren Ausschreitungen durch Teile…

Kickers-Ultras sorgen für Geisterspiele und Punktabzug nach Randale in Schweinfurt

Am vergangenen Freitag, den 9. Mai, kam es beim Auswärtsspiel der FC Würzburger Kickers gegen den 1. FC Schweinfurt 05 zu schweren Ausschreitungen durch Teile der Kickers-Fanszene. Diese Vorfälle führten zu drastischen Konsequenzen für den Verein, darunter Geisterspiele und einen drohenden Punktabzug.

Wichtige Punkte

  • Ausschreitungen durch Kickers-Ultras während des Spiels
  • Einsatz von Pyrotechnik und gewalttätige Auseinandersetzungen
  • Bayerischer Fußball-Verband verhängt Geisterspiele und Punktabzug
  • FC Würzburger Kickers plant rechtliche Schritte gegen die Strafen

Ausschreitungen während des Spiels

Im brisanten Mainfrankenderby, das für die Kickers eine Chance auf den Aufstieg in die 3. Liga bot, zündeten einige Fans während des Spiels verbotene bengalische Lichter. Kurz vor dem Ende des Spiels wurden zudem laute Kanonenschläge und Raketen auf das Spielfeld und in Richtung der Sicherheitskräfte geworfen. Diese gefährlichen Aktionen führten zu einer mehrminütigen Unterbrechung des Spiels und gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Konsequenzen für den FC Würzburger Kickers

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) reagierte umgehend auf die Vorfälle und erließ eine einstweilige Verfügung, die folgende Maßnahmen umfasst:

  • Geisterspiele: Die Kickers müssen ihre Heimspiele in der Regionalliga Bayern bis auf Weiteres ohne Zuschauer austragen.
  • Punktabzug: Aufgrund der massiven Verfehlungen wird im Hauptverfahren ein Punktabzug erwartet.
  • Geldstrafe: Der Verein könnte mit einer Geldstrafe von bis zu 50.000 Euro rechnen.

Reaktion des Vereins

Der FC Würzburger Kickers hält die verhängten Strafen für überzogen und plant, Rechtsmittel gegen die Entscheidung einzulegen. In einer Pressemitteilung äußerte der Verein:

  • „Man ist der Überzeugung, dass die vom Verein bereits getroffenen Maßnahmen einen sicheren und verantwortungsvollen Ablauf des Heimspiels gewährleistet hätten.“
  • Der Verein kündigte an, die Torhymne „Sugar Oi come on“ der Punkband „Vanilla Muffin“ nicht mehr abzuspielen, um den Wünschen der Ultras Rechnung zu tragen.

Kollektivstrafe und ihre Auswirkungen

Der Verein kritisierte die kollektiven Sanktionen, da sie auch friedliche Fans treffen, die sich stets vorbildlich verhalten. Der BFV begründete seine Entscheidung damit, dass die Maßnahmen notwendig seien, um ein deutliches Signal zu setzen und die Sicherheit aller Zuschauer zu gewährleisten.

Ausblick

Der Vorstandsvorsitzende der Kickers, André Herber, bedauert die Einschränkungen für die treuen Fans und hofft, dass die Situation bis zur neuen Saison geklärt werden kann. Der Verein arbeitet derzeit an einer umfassenden Aufarbeitung der Geschehnisse rund um das Derby in Schweinfurt und wird Informationen zu bereits gekauften Tickets für die kommenden Heimspiele zeitnah bekanntgeben.

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