Aarau (Schweiz) – Ein gewaltsamer Vorfall während eines Techno-Raves in Aarau hat tragische Folgen: Eine 22-jährige Frau aus Italien wurde getötet, während eine deutsche Frau unter den Verletzten ist. Dies gab die Aargauer Kantonspolizei am späten Abend bekannt. Zu den weiteren vier Verletzten zählen Schweizer Männer im Alter von 24 bis 31 Jahren, die mit unterschiedlichen Verletzungen in umliegende Krankenhäuser eingeliefert wurden.
Die Angreifer eröffneten das Feuer mit mindestens zwei verschiedenen Waffen auf die feiernde Menge. Laut Hauptmann Matthias Schildknecht wurden zwei Kaliber identifiziert: 9-Millimeter-Hülsen, die typischerweise in Pistolen oder Maschinenpistolen verwendet werden, sowie das Kaliber 5,45×39, das in Sturmgewehren zum Einsatz kommt. Besonders alarmierend ist, dass das 5,45×39-Kaliber dem Standardkaliber des Sturmgewehrs AK-74 entspricht, einer Variante der Kalaschnikow.
Details zum Vorfall
Der Angriff ereignete sich in der Nacht zu Sonntag gegen 2.30 Uhr, als der Rave an der Pferderennbahn in Aarau gerade ausklang. Zeugen berichteten von zahlreichen Schüssen, und es befanden sich zum Zeitpunkt der Attacke noch weit über 100 Personen auf dem Festivalgelände. Die Polizei hat ein Diagramm des Tatorts erstellt, das zeigt, dass aus einer Entfernung von fast 300 Metern auf die Menge gefeuert wurde.
Ermittlungen und mögliche Motive
Der Kommandant der Kantonspolizei Aargau, Oberst Michael Leupold, erklärte, dass es keine Verbindung zwischen der getöteten Frau und den Verletzten gibt. Er sagte:
„Wir gehen davon aus, dass es Zufallsopfer sind.“
Die Ermittler verfolgen derzeit drei mögliche Szenarien: einen Amoklauf, eine Tat im kriminellen Milieu oder einen terroristischen Hintergrund. Allerdings betonten die Behörden, dass keine dieser Hypothesen derzeit Vorrang habe.
Reaktionen und Sicherheitsmaßnahmen
Nach dem Vorfall gingen Polizeibeamte mit gepanzerten Fahrzeugen in Stellung, um die Sicherheit in der Umgebung zu gewährleisten. Regierungsrat Dieter Egli äußerte sich besorgt über die Unklarheit bezüglich der Täter und deren Motiv:
„Es ist so, dass wir noch nicht wissen, wer für diese Tat verantwortlich ist oder welches Motiv dahintersteckt.“
Der Großeinsatz der Polizei wird voraussichtlich noch andauern, da die Fahndung nach den Tätern weiterhin im Gange ist.
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