In einer gemeinsamen Aktion nahmen Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Generalstaatsanwaltschaft München am 18. Dezember 2025 einen 20-jährigen Mann im Landkreis Kitzingen fest. Ihm wird vorgeworfen, Mitglieder und Unterstützer für die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) angeworben zu haben. Der Mann besitzt sowohl die deutsche als auch die syrische Staatsangehörigkeit.
Wichtige Erkenntnisse
- Ein 20-jähriger Mann wurde wegen des Verdachts der Anwerbung für eine terroristische Vereinigung festgenommen.
- Er soll über einen Messenger-Dienst für den IS geworben und zum Ablegen eines Treueeids aufgerufen haben.
- Es liegen derzeit keine Hinweise auf konkrete Anschlagspläne vor.
- Der Verdächtige befindet sich nach Erlass eines Untersuchungshaftbefehls in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt.
Umfangreiche Ermittlungen führen zur Festnahme
Nach intensiven und umfangreichen Ermittlungen, die von der Generalstaatsanwaltschaft München und der Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben (KPIZ) in Unterfranken geführt wurden, besteht der dringende Verdacht, dass der 20-Jährige aktiv über einen Messenger-Dienst versucht hat, neue Mitglieder und Unterstützer für den IS zu rekrutieren. Darüber hinaus soll er dazu aufgerufen haben, den Treueeid auf die Terrororganisation zu leisten. Berichten zufolge hat eine weitere Person gegenüber dem Tatverdächtigen diesen Treueschwur tatsächlich abgelegt.
Festnahme und Untersuchungshaft
Die Festnahme des 20-Jährigen erfolgte am Donnerstag, dem 18. Dezember 2025, widerstandslos durch Kräfte verschiedener Polizeieinheiten im Landkreis Kitzingen. Am folgenden Tag, dem 19. Dezember 2025, wurde der Tatverdächtige auf Anordnung der Generalstaatsanwaltschaft München dem Ermittlungsrichter am Oberlandesgericht München vorgeführt. Dieser erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Untersuchungshaftbefehl, der umgehend in Vollzug gesetzt wurde. Der junge Mann befindet sich nun in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft.
Keine konkreten Anschlagspläne bekannt
Zum aktuellen Zeitpunkt liegen den Ermittlungsbehörden keine Hinweise auf konkrete Anschlagspläne oder unmittelbare Gefährdungen vor, die von dem Tatverdächtigen ausgehen könnten. Die Ermittlungen dauern an, weshalb derzeit keine weiteren Details preisgegeben werden können. Es gilt die Unschuldsvermutung bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung.
Die Berichterstattung basiert auf einer gemeinsamen Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Generalstaatsanwaltschaft München.