Das Team hinter „Würzburg spielt“ hat eine spannende Reise von der ersten Innovationsidee bis zur Veröffentlichung ihrer ersten regionalen Spiele hinter sich. In einem Interview geben die Macher Einblicke in die Entstehung, die entwickelten Spiele und ihre Vision für die Zukunft des Projekts, das darauf abzielt, die Stadt Würzburg auf spielerische Weise erlebbar zu machen.
Die Geburtsstunde einer Spielidee
Die Initiative „Würzburg spielt“ entstand aus einem Innovationswettbewerb der Main-Post. Konrad Jarysto reichte die Idee ein, ein Brettspiel zu entwickeln, das Würzburg spielerisch näherbringt. Unterstützt wurde er von Aurelian Völker, einem leidenschaftlichen Spielefan mit regionalen Wurzeln, und Philipp Heilgenthal, der seine Erfahrung mit der „Würzburg erleben“-Community und seine Liebe zur Stadt einbrachte.
- Die Idee entstand im Rahmen eines Innovationswettbewerbs der Main-Post.
- Ziel ist es, Würzburg auf spielerische Weise erlebbar zu machen.
- Das Team besteht aus Konrad Jarysto, Aurelian Völker und Philipp Heilgenthal.
Von der Zielgruppenanalyse zu analogen Spielen
Nach der ersten Idee konzentrierte sich das Team darauf, die Bedürfnisse der Zielgruppen durch unvoreingenommene Interviews zu ermitteln. Dabei zeigte sich ein überraschender Trend: Anstatt digitaler Angebote wünschten sich die Menschen vermehrt analoge Spiele, die eine „digitale Entgiftung“ vom Bildschirmalltag ermöglichen und soziale Interaktion fördern. Da die Entwicklung komplett neuer Spiele zu komplex erschien, entschied man sich, bestehende Spielkonzepte regional zu adaptieren. Die Begeisterung für Würzburg und seine Sehenswürdigkeiten wie die Festung Marienberg und die Residenz wurde als großes Potenzial erkannt, das mit authentischen Spielen bedient werden kann.
Die ersten Spiele mit Würzburg-Bezug
Das Repertoire von „Würzburg spielt“ umfasst mittlerweile mehrere Produkte:
- „Stadt, Land, Würzburg“: Eine regionale Variante des Klassikers „Stadt, Land, Fluss“, die neben allgemeinen auch spezifische Mainfranken- und Würzburg-Kategorien enthält und durch unterschiedliche Punktgewichtungen für dynamisches Gameplay sorgt.
- Original Würzburger Schafkopf: Ein Set bayerischer Spielkarten, das mit lokalen Symbolen wie einem Bocksbeutel und Abbildungen von Würzburger Persönlichkeiten neu gestaltet wurde.
- „Würzburg Memo“: Ein Memory-Spiel, das historische Fotos von Würzburger Ansichten mit aktuellen Aufnahmen kombiniert, um den Wandel der Stadt im Laufe der Zeit zu zeigen.
- Würzburg-Puzzle: Ein 500-Teile-Puzzle mit einem malerischen Blick über den Main auf die Festung, die Alte Mainbrücke und das Käppele, das als schönes Souvenir dient.
Zielgruppen und Zukunftsvision
Die Spiele richten sich primär an junge Erwachsene (ca. 25-35 Jahre), die Wert auf soziale Treffen legen, aber auch an Touristen, die ein authentisches Andenken suchen, sowie an Familien, bei denen das „Würzburg Memo“ besonders gut ankommt. Das Team erlebt den Prozess wie ein Start-up, mit viel Lernaufwand in Bereichen wie Logistik und Marketing, aber mit der Sicherheit der Main-Post im Rücken. Sie sind offen für weitere Spiele, abhängig vom Erfolg des Weihnachtsgeschäfts, und träumen langfristig sogar von der Entwicklung eines komplett eigenen Würzburg-Brettspiels. Um das Projekt zu unterstützen, bitten die Macher darum, ihre Spiele im Bekanntenkreis zu bewerben.