Würzburg testet ab dem 1. September einen neuen Blitzanhänger für drei Monate. Diese teilstationäre Geschwindigkeitsüberwachung soll die Verkehrssicherheit erhöhen und Lärm sowie Umweltbelastungen reduzieren. Die Stadt erhofft sich durch den Einsatz des Geräts, das in beide Richtungen misst, eine Steigerung der Effektivität im Vergleich zu den bisherigen stationären Blitzsäulen und mobilen Messfahrzeugen. Die Kosten für die Miete des Blitzanhängers belaufen sich auf 39.000 Euro für den Testzeitraum.
Key Takeaways
- Die Stadt Würzburg führt einen dreimonatigen Testlauf mit einem Blitzanhänger durch.
- Ziel ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit und die Reduzierung von Lärm und Umweltbelastungen.
- Der Anhänger misst in beide Fahrtrichtungen und ist flexibel einsetzbar.
- Die Mietkosten für den Blitzanhänger betragen 39.000 Euro.
Neuer Blitzanhänger im Testbetrieb
Die Stadt Würzburg erweitert ihre Maßnahmen zur Geschwindigkeitskontrolle und setzt ab dem 1. September 2025 einen Blitzanhänger, auch als „Semistation“ oder teilstationäre Station bezeichnet, für einen dreimonatigen Testlauf ein. Diese Maßnahme folgt auf die Erkenntnisse, dass die drei bestehenden stationären Blitzsäulen im ersten Jahr fast 71.500 Geschwindigkeitsverstöße erfassten. Kommunalreferent Wolfgang Kleiner stellte das Konzept bereits im Juli 2025 dem Bau- und Ordnungsausschuss vor.
Kosten und Erwartungen
Die Miete für den Blitzanhänger beläuft sich für den Zeitraum vom 1. September bis zum 30. November 2025 auf 39.000 Euro. Trotz der Kosten zeigt sich Kommunalreferent Wolfgang Kleiner optimistisch: „Wir erwarten jedoch Steigerungen der Verkehrssicherheit, Fortschritte im Lärm- und Umweltschutz und auch Einnahmen, die diese Mietkosten decken.“
Funktionsweise und Einsatzorte
Der Messbetrieb beginnt am 1. September. Der Blitzanhänger ist mit zwei Messanlagen ausgestattet, die den Verkehr in beide Richtungen erfassen können, was eine neue messtechnische Erfahrung für die Stadt darstellt. Der Anhänger wird jeweils für etwa sieben Tage an einem Standort aufgestellt, bevor die Akkus geladen und der Standort gewechselt wird. Die Einsatzorte sind flexibel und können auf Wünsche und Beschwerden von Anwohnern angepasst werden. Kontrollen sind rund um die Uhr möglich. Geplant sind Einsätze unter anderem in der Wörthstraße, am Stadtring Süd (Abfahrt Kantstraße), in der Waltherstraße, Mergentheimer Straße, Leistenstraße, Höchberger Straße, Randersackerer Straße und Siligmüllerstraße.
Beitrag zur Verkehrssicherheit
Dr. Uwe Zimmermann, zuständiger Dienststellenleiter Allgemeine Bürgerdienste, betont, dass die teilstationäre Geschwindigkeitsüberwachung die Vorteile mobiler und stationärer Messungen kombiniert und somit einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit leistet. Während der Testphase sollen Erfahrungen zur Abwicklung und IT-Integration gesammelt werden. Nach Abschluss des Testbetriebs wird dem Stadtrat eine Bilanz vorgelegt.