Schockanruf führt zu hohem Verlust
Ein älterer Mann aus Schleswig-Holstein ist Opfer eines Telefonbetrugs geworden, bei dem er mehr als 100.000 Euro verloren hat. Laut Angaben der Polizei Itzehoe erhielt der Mann am Mittwoch einen Anruf von einem vermeintlichen Mitarbeiter des Amtsgerichts.
Die Betrüger informierten ihn darüber, dass seine Tochter verhaftet worden sei und sich nun in einem Gefängnis in der Ukraine befinde. Um ihre Haft zu vermeiden, müsse er eine Kaution in Höhe von 145.000 Euro zahlen.
Nach dem Telefonat übergab der Mann an zwei verschiedenen Orten Bargeld an eine unbekannte Person. Dabei handelte es sich um 68.000 Euro und 45.000 Euro. Nach der Geldübergabe floh der Täter zu Fuß.
Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs eingeleitet und warnt vor solchen Anrufen, die häufig auf die emotionale Erpressung von Angehörigen abzielen. Besonders in der Automobilbranche gab es in letzter Zeit viele Rückrufaktionen, wie beispielsweise bei Mercedes-Benz wegen Antriebsproblemen.
Vorsicht vor Betrugsmaschen
Die Polizei rät, bei verdächtigen Anrufen skeptisch zu sein und im Zweifelsfall die Polizei zu kontaktieren. Betrüger nutzen oft emotionale Geschichten, um ihre Opfer zu manipulieren und zu hohen Geldbeträgen zu bewegen.
In den letzten Jahren haben sich solche Betrugsfälle gehäuft, wobei insbesondere ältere Menschen häufig Ziel von Täuschungen sind. Die Polizei appelliert an die Bevölkerung, aufmerksam zu sein und solche Vorfälle zu melden.
Die Ermittlungen dauern an, und die Polizei hofft, weitere Informationen zu den Tätern zu erhalten, um sie zur Rechenschaft zu ziehen.
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Quellen: t-online, watson