Gerhard Augstein war vielen in Südwestdeutschland als ein prägender Moderator, Reporter und Redakteur des Programms von SWR4 bekannt. Insbesondere durch die Sendung „Kurpfalz Radio lässt grüßen“ wurde er zur vertrauten Stimme für zahlreiche Zuhörer. Der Journalist ist nun verstorben. Er ertrank während eines Bootsausflugs in Griechenland. Laut Angaben seiner Familie wurde er tot aus einem Hafenbecken auf der Insel Kreta geborgen. Im Jahr 2018 zog sich Augstein aus dem aktiven Berufsleben zurück und verlegte seinen Wohnsitz nach Kreta, wo er mit seiner Ehefrau lebte. Sein Zwölf-Meter-Segelboot, das den Namen „Arte“ trägt, wurde zu seinem neuen Lebensmittelpunkt. Über das Boot und sein Leben an Bord berichtete er regelmäßig auf einer eigenen Webseite sowie auf Facebook. Der Hafen von Agios Nikolaos fungierte als dauerhafter Liegeplatz und neue Heimat für das Paar. Noch am 25. Dezember teilte Augstein in einem Beitrag auf seinem sozialen Netzwerk weihnachtliche Bräuche auf Kreta mit, was sich als sein letzter Eintrag herausstellen sollte. Wenige Tage später wurde sein Tod publik. Medienberichten zufolge, unter anderem vom „Mannheimer Morgen“, kam der ehemalige Rundfunkmoderator am 26. Dezember ums Leben. Der Vorfall ereignete sich bei starkem Wellengang und widrigen Wetterbedingungen vor der Küste Kretas. Als seine Frau, die sich zu diesem Zeitpunkt in Deutschland befand, ihn nicht mehr erreichen konnte, informierte sie die örtliche Küstenwache. Diese fand die Leiche im Hafenbecken von Agios Nikolaos am Morgen des 28. Dezember.
Die Nachricht vom Tod des ehemaligen SWR-Journalisten sorgte in seiner früheren Heimat für große Bestürzung. Besonders betroffen zeigten sich seine Kollegen. In einem Nachruf wird betont, dass die Mitarbeitenden des SWR Studios Mannheim-Ludwigshafen um einen hervorragenden Journalisten und sozial engagierten Menschen trauern, der über drei Jahrzehnte die regionale Berichterstattung des SWR in der Metropolregion Rhein-Neckar maßgeblich mitgestaltet hat. Manfred Augstein, der Bruder des Verstorbenen, äußerte sich auf Facebook: „Ich werde ihn vermissen – jedoch wird er auch immer ein wichtiger Teil von mir bleiben. Mein lieber Freund und Bruder, gehe Deinen Weg und lass es Dir gut gehen, wo auch immer Du jetzt bist.“