Im brandenburgischen Zehdenick hat der AfD-Kandidat René Stadtkewitz die Bürgermeisterwahl mit einem klaren Vorsprung gewonnen. Dies markiert den ersten Sieg der AfD bei einer Bürgermeisterwahl in Brandenburg.
Erfolgreiche Wahl für Stadtkewitz
René Stadtkewitz wurde bei der Neuwahl in Zehdenick, das nördlich von Berlin liegt, mit 58,4 Prozent der Stimmen zum hauptamtlichen Bürgermeister gewählt. Damit ist er der erste direkt gewählte Bürgermeister der AfD in Brandenburg.
Obwohl es bereits einen hauptamtlichen Bürgermeister mit AfD-Hintergrund in Jüterbog gab, war dieser bei seinen vorherigen Wahlsiegen in 2011 und 2019 als parteiloser Einzelbewerber angetreten und trat erst 2024 der AfD bei. Im Jahr 2025 wechselte er in den Bundestag.
Wahlbeteiligung und Mitbewerber
Die Mitbewerber von Stadtkewitz konnten deutlich weniger Stimmen erzielen. Der FDP-Kandidat Stephan von Hundelshausen erhielt 28,6 Prozent, der parteilose Einzelbewerber Wolf-Gernot Richardt kam auf 7,8 Prozent und Dennis Latzke von der Fortschrittspartei erreichte 5,2 Prozent.
Hintergrund zur Wahl
Stadtkewitz, der zuvor als CDU-Abgeordneter in Berlin tätig war, hatte 2010 die Christdemokraten verlassen und die Partei Die Freiheit gegründet, deren Bundesvorsitzender er bis 2013 war. Im Jahr 2024 trat er der AfD bei.
Der vorherige Bürgermeister von Zehdenick, Alexander Kretzschmar, war mit einer deutlichen Mehrheit abgewählt worden. Er hatte zwar im März des Vorjahres die Stichwahl gegen Stadtkewitz gewonnen, meldete sich jedoch elf Tage nach seiner Amtseinführung krank und blieb bis heute abwesend. Seitdem führt der stellvertretende Bürgermeister Marco Kalmutzke die Amtsgeschäfte.
Quellen: n-tv
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