Die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington scheinen laut US-Präsident Donald Trump auf einen Friedensschluss zuzusteuern. Der Iran habe signalisiert, bereit zu sein, sein hochangereichertes Uran zu übergeben und ein 20-jähriges Moratorium für Atomwaffen einzuhalten. Eine offizielle Bestätigung dieser Informationen durch das iranische Regime steht jedoch noch aus.
Trump erklärte, dass der Iran zugestimmt habe, seine Bestände an angereichertem Uran zurückzugeben, was eine der Bedingungen der USA für ein Abkommen mit Teheran darstellt. „Sie haben zugestimmt, uns den Atomstaub zurückzugeben“, äußerte Trump vor Journalisten im Weißen Haus, ohne dabei ins Detail zu gehen. Er fügte hinzu, dass beide Länder „sehr nah“ daran seien, ein Friedensabkommen zu erreichen. „Es gibt eine sehr gute Chance, dass wir einen Deal erzielen“, so der Präsident weiter.
Zusätzlich habe der Iran angeboten, über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren auf Atomwaffen zu verzichten. Die Islamische Republik sei bereit, Zugeständnisse in Bereichen zu machen, die sie zuvor abgelehnt hatte. Trump betonte, dass ein solches Abkommen positive Auswirkungen auf die Ölpreise und die Inflation haben könnte. Eine offizielle Bestätigung der Fortschritte aus Teheran steht bislang noch aus.
Westliche Bedenken und die Rolle des Iran
Westliche Staaten werfen dem Iran seit Jahren vor, nach Atomwaffen zu streben. Teheran bestreitet diese Vorwürfe und betont, sein Atomprogramm ausschließlich für zivile Zwecke zu nutzen. Trump hatte den Konflikt mit dem Iran unter anderem damit begründet, dass Teheran kurz davor stehe, Atomwaffen zu entwickeln, die möglicherweise auch gegen die USA eingesetzt werden könnten. Laut der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ist der Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert. Für die Herstellung von Atomsprengköpfen ist jedoch eine Anreicherung auf 90 Prozent erforderlich, während für die Stromerzeugung mit Atomkraft eine Anreicherung von 3,67 Prozent ausreicht. Der IAEA zufolge verfügt der Iran über 440 Kilogramm angereichertes Uran.
Trump plant Treffen zwischen Israel und Libanon
In Bezug auf den Libanon äußerte Trump, dass auch die Hisbollah von der angekündigten Feuerpause betroffen sei. In den kommenden ein bis zwei Wochen könnten der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und der libanesische Präsident Joseph Aoun zu einem Treffen im Weißen Haus zusammenkommen. Trump erklärte, dass er bei der Bekanntgabe der Feuerpause mit beiden Seiten gesprochen habe und an einem langfristigen Abkommen arbeite. „Ich denke, wir werden ein Abkommen haben, bei dem es zu einem Treffen kommt, dem ersten seit 44 Jahren“, sagte Trump.
Netanjahu bestätigte die Feuerpause, betonte jedoch, dass die Zerschlagung der Hisbollah weiterhin Priorität habe. Er kündigte an, dass Israel eine umfassende Sicherheitszone im Südlibanon einrichten werde. Trump habe ihm zudem versichert, dass er entschlossen sei, die Blockade der Straße von Hormus aufrechtzuerhalten und die nuklearen Fähigkeiten des Iran zu neutralisieren.
Obwohl die ersten Gespräche zwischen Washington und Teheran vor einer Woche im pakistanischen Islamabad ohne greifbare Ergebnisse endeten, bleibt der US-Präsident optimistisch und kündigte an, persönlich zur Unterzeichnung eines möglichen Abkommens zu reisen.
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