Das kommende Wochenende birgt auf den deutschen Autobahnen die Aussicht auf erheblichen Verkehr. Der Grund liegt in der erhöhten Reisetätigkeit, da in mehreren Bundesländern die Schulferien enden. Insbesondere die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg sind betroffen, aus denen zahlreiche Urlauber ihre Reisen in den Süden antreten. Gleichzeitig kehren viele Reisende aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zurück, wo ebenfalls die Sommerferien ausklingen.
Verschärft wird die Verkehrssituation durch rund 1.000 Baustellen sowie diverse Straßensperrungen. Diese Kombination aus Rückreisewelle und dem neu startenden Ferienverkehr führt zu einer signifikanten Staugefahr auf den wichtigsten Nord-Süd- und Ost-West-Routen.
Besonders betroffene Autobahnen
Die Wahrscheinlichkeit für Staus ist besonders hoch auf den folgenden Autobahnen:
- A1: von Fehmarn über Lübeck nach Hamburg und Bremen bis Osnabrück
- A2: von Dortmund über Hannover nach Braunschweig und Magdeburg
- A3: von Köln über Frankfurt nach Würzburg, Nürnberg und Passau bis Linz
- A5: von Heidelberg über Karlsruhe nach Basel sowie von Kassel nach Frankfurt
- A7: von Flensburg über Hamburg und Hannover nach Kassel sowie von Ulm nach Füssen/Reutte
- A8: von Karlsruhe über Stuttgart nach München und Salzburg
- A9: von Halle/Leipzig nach Nürnberg und München
- A10: der Berliner Ring
Geplante Sperrungen
Am bevorstehenden Wochenende sind einige Autobahnabschnitte vorübergehend gesperrt. So wird die A27 am Sonntag, dem 9. August, zwischen den Anschlussstellen Verden-Nord und Langwedel in beiden Fahrtrichtungen von 6 bis 10 Uhr nicht befahrbar sein. Auch auf der A70 in Richtung Schweinfurt/Werneck gibt es zwei zeitlich begrenzte Sperrungen: Die erste betrifft den Abschnitt zwischen Bamberg und Bamberg-Hafen von Freitag, 19 Uhr, bis Samstag, 6 Uhr, und die zweite zwischen Bamberg und Mainbrücke Oberhaid von Samstag, 19 Uhr, bis Sonntag, 7 Uhr. Des Weiteren wird die A73 in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Richtung Nürnberg zwischen Langwasser und Kreuz Nürnberg-Süd sowie in der Gegenrichtung zwischen Langwasser und Wendelstein von 22 bis 6 Uhr gesperrt.
Zusätzlich sind längere Sperrungen auf der A44 zwischen Velbert-Nord und Hetterscheidt in Richtung Düsseldorf bis Montag, den 12. Oktober um 20 Uhr, sowie auf der A45 zwischen Dillenburg und Haiger/Burbach in Richtung Hagen von Freitag, 21 Uhr, bis Montag, 5.30 Uhr, vorgesehen.
Ausweichmöglichkeiten eingeschränkt
Wer bei Stau von der Autobahn abfahren möchte, könnte auf gewisse Schwierigkeiten stoßen. In mehreren Urlaubsregionen wurden Abfahrtssperren eingerichtet, etwa auf der A7 im Landkreis Ostallgäu sowie auf der A8 in den Landkreisen Rosenheim, Berchtesgadener Land und Miesbach, auf der A93 im Inntal und auf der B2/B23 im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Auch in den Regionen Tirol und Salzburg sind bei Stau zahlreiche Landesstraßen für den Ausweichverkehr gesperrt, was insbesondere Urlauber betrifft, die in der Region eine Unterkunft gebucht haben.
Grenzkontrollen und deren Auswirkungen
Seit Mai 2025 führt die Bundespolizei verstärkt Kontrollen an den Grenzen durch. Besonders betroffen sind die Übergänge Suben auf der A3, Walserberg auf der A8 und Kiefersfelden auf der A93. Reisende im Osten Deutschlands sollten mit längeren Wartezeiten an den Grenzübergängen Ludwigsdorf auf der A4, Frankfurt (Oder) auf der A12 und Forst auf der A15 rechnen. Auch am Grenzübergang Ellund auf der A7 in Schleswig-Holstein sind Staus zu erwarten.
Verkehrssituation im Ausland
In den Nachbarländern wird ebenfalls mit einem Anstieg des Verkehrsaufkommens gerechnet. In Österreich sind auf den Autobahnen A1, A4, A9, A11, A12 und A14 sowie auf der B197 (Arlberg-Bundesstraße) und am Fernpass (B179) Verzögerungen zu erwarten. In der Schweiz stehen insbesondere die Gotthard-Route (A2), die San-Bernardino-Route (A13) sowie die A1 und A3 vor Herausforderungen. Auch in Italien wird auf der Brennerroute A22/SS12, sowie auf der A23, A4, A7 und A1 mit Staus zu rechnen sein, besonders in den Ballungsgebieten, da viele Italiener ihren Haupturlaub antreten.
Darüber hinaus müssen Reisende in Richtung Slowenien, Kroatien, Griechenland oder in die Türkei ebenfalls mit langen Wartezeiten rechnen, die durch Kontrollen und dichten Verkehr verursacht werden können.
Tipps für Reisende
Bei Staus ist es entscheidend, sofort eine Rettungsgasse zu bilden. Autofahrer, die auf der linken Spur fahren, sollten nach links ausweichen, während alle anderen nach rechts fahren sollten. In engen Baustellen ist es ratsam, versetzt und mit ausreichend Abstand zu fahren, um den Rettungskräften im Notfall Platz zu schaffen. Zudem sollten Reisende den Samstag und Sonntag meiden, da Montag und Dienstag als bessere Reisetage gelten.
Strukturelle Prüfung der Brücke an der Budapester Straße in Dresden
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Quellen: t-online, tagesschau
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