Politik
Republikanische Führung kritisiert US-Truppenabzug aus Deutschland: Vorschläge zur Umverteilung
02.05.2026, 22:40 Uhr
Die Entscheidung der Trump-Regierung, 5000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen, hat nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch innerhalb der eigenen Partei für erhebliche Kritik gesorgt. Zwei prominente Republikaner äußern in einer gemeinsamen Erklärung ihre Besorgnis über diesen Schritt und unterbreiten Vorschläge, wie mit den betroffenen Soldaten verfahren werden sollte.
Einflussreiche Mitglieder des Kongresses, darunter Senator Roger Wicker und der Abgeordnete Mike Rogers, zeigen sich skeptisch gegenüber dem geplanten Teilabzug der US-Truppen aus Deutschland. In ihrer Erklärung betonen sie: „Wir sind sehr besorgt über die Entscheidung, eine US-Brigade aus Deutschland abzuziehen.“ Wicker leitet den Verteidigungsausschuss im Senat, während Rogers den entsprechenden Ausschuss im Repräsentantenhaus führt.
Forderung nach Konsultation mit dem Kongress
Die beiden Politiker fordern, dass das US-Verteidigungsministerium mit den zuständigen Ausschüssen über die Entscheidung und deren Auswirkungen auf die militärische Abschreckung der USA spricht. Sie heben hervor, dass Deutschland auf die Forderungen von Präsident Donald Trump reagiert hat, indem es seine Verteidigungsausgaben erheblich erhöht hat. Zudem habe Deutschland im Iran-Konflikt kooperativ agiert, insbesondere in Bezug auf Überflugrechte.
Die beiden Kongressabgeordneten argumentieren, dass die Alliierten bereits mehr in ihre Verteidigung investieren. Dennoch sei es entscheidend, dass die USA weiterhin vor Ort präsent bleiben, um eine effektive Abschreckung aufrechtzuerhalten. Rogers und Wicker warnen, dass eine voreilige Reduzierung der Truppenstärke das Risiko birgt, die Abschreckung zu schwächen und ein falsches Signal an den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu senden. Sie schlagen vor, die 5000 US-Soldaten nach Osten zu verlegen, um eine starke militärische Präsenz in Europa zu gewährleisten.
Abstimmung mit Verbündeten gefordert
Zusätzlich fordern Wicker und Rogers, dass jede bedeutende Änderung der US-Truppenpräsenz in Europa in enger Abstimmung mit dem Kongress und den Verbündeten der USA erfolgen sollte. Dies sei notwendig, um die strategischen Interessen der Vereinigten Staaten und ihrer Partner zu wahren.
Die beiden Kongressmitglieder weisen auch darauf hin, dass das Pentagon, entgegen ursprünglicher Pläne, kein Bataillon für den Einsatz von weitreichenden Waffen nach Deutschland entsenden werde. Offizielle Informationen der US-Regierung zu diesem Thema stehen bislang aus. Trumps Vorgänger, Joe Biden, hatte beim NATO-Gipfel 2024 zugesichert, Mittelstreckenwaffen mit konventionellen Sprengköpfen in Deutschland zu stationieren.
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