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Ungarn-Wahl: Orbán gesteht Niederlage ein

Viktor Orbán gesteht seine Niederlage bei der ungarischen Parlamentswahl ein, während Peter Magyar als Sieger hervorgeht. Der Urnengang beeindruckt mit Rekordbeteiligung und könnte Ungarns politische Ausrichtung verändern.

Ungarn-Wahl: Orbán gesteht Niederlage ein
Unknown via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Peter Magyar wird voraussichtlich als Sieger aus der Parlamentswahl in Ungarn hervorgehen. Der amtierende Regierungschef Viktor Orbán hat bereits telefonisch gratuliert.

Nach Angaben von Magyar hat Orbán seine Niederlage bei der Wahl eingestanden. „Er hat uns zu unserem Sieg gratuliert“, erklärte der Oppositionsführer am Sonntagabend, etwa zwei Stunden nach Schließung der Wahllokale. Diese richtungsweisende Wahl in Ungarn erregte internationales Interesse und verzeichnete eine Rekordbeteiligung.

Orbán gesteht schmerzliche Niederlage ein

Orbán selbst räumte kurz darauf in einer Pressekonferenz seine Niederlage ein und bezeichnete diese als „schmerzvoll“. Der Urnengang in Budapest wurde als die bedeutendste Wahl des Jahres innerhalb der Europäischen Union angesehen.

Während Orbán in den letzten Jahren einen konfrontativen Kurs gegenüber Brüssel verfolgt hat und trotz des Ukraine-Kriegs enge Beziehungen zu Wladimir Putin pflegt, hat Magyar angekündigt, einen pro-westlichen Kurs einzuschlagen und Ungarn zu einem verlässlichen Partner innerhalb der NATO und der EU zu machen.

Orbán: Der dienstälteste Regierungschef der EU

Der 62-jährige Orbán ist der am längsten amtierende Regierungschef in der EU. In seinen 16 Jahren an der Macht hat der rechtsnationalistische Politiker Ungarn in eine von ihm als „illiberale Demokratie“ bezeichnete Regierungsform verwandelt, die nach Ansicht Brüssels die in der EU üblichen Standards der Rechtsstaatlichkeit nicht einhält.

Magyar: Aufstieg zum Oppositionsführer

Der 45-jährige Magyar war zuvor Teil von Orbáns Lager und trat erst vor zwei Jahren in die große Politik ein, als er sich von der Fidesz-Partei abspaltete und an die Spitze der konservativen Tisza-Partei wechselte. Er verfolgt einen EU-freundlichen Kurs.

Bildquelle: Unknown via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

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