Antonio Rüdiger sorgte am Montagabend für Aufregung während der unglücklichen Heimniederlage von Real Madrid gegen Getafe (0:1). Der deutsche Nationalspieler fiel in der ersten Halbzeit durch ein gravierendes Foulspiel auf, als er bei einer Klärungsaktion mit dem Knie in Richtung des bereits am Boden liegenden Gegenspielers Diego Rico ging. Dabei traf Rüdiger Rico gleich zweimal heftig am Kopf, was diesen vor Schmerz aufschreien ließ und ihn dazu brachte, sich das Gesicht zu halten. Erstaunlicherweise blieb eine Bestrafung für Rüdiger durch Schiedsrichter Alejandro Muñiz Ruiz aus.
Trotz der fehlenden Sanktionen hagelte es Kritik an Rüdiger. Moderator Juanma Castaño äußerte sich in der Sendung „El Partidazo“ des spanischen Radiosenders COPE und bezeichnete die Aktion als „eine der brutalsten, die wir in diesem Jahr gesehen haben“. Auch der ehemalige Schiedsrichter Iturralde González kommentierte beim Sender Cadena SER: „Rüdiger geht mit dem Knie nach unten und trifft ihn. Das ist eine Aggression, das ist gewalttätiges Verhalten.“
In Deutschland wurde die Situation ebenfalls intensiv diskutiert. In den sozialen Medien äußerten viele Nutzer ihren Unmut über Rüdigers Verhalten. Unter einem Instagram-Beitrag des Streamingdienstes DAZN forderten einige eine lange Sperre für den Abwehrspieler. Zudem wurde mehrfach ein Ausschluss aus der DFB-Auswahl thematisiert. Einige Fans erinnerten an die jüngsten Ereignisse, wie den Kimmich-Klartext nach Pleite gegen Augsburg.
- Ein Nutzer schrieb: „Der gehört für mich absolut nicht mehr in die Nationalmannschaft. Es passt momentan an allem nicht. Leistung, Verhalten, absolut kein Vorbild-Profi.“
- Ein anderer kommentierte: „Mal sehen, wie Nagelsmann damit umgeht …“
Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte Rüdiger bereits im vergangenen Jahr nach dessen Ausraster im spanischen Pokalfinale scharf kritisiert. „Er weiß meine Meinung, dass es nicht gut ist und dass das Limit auch erreicht ist“, stellte Nagelsmann damals klar. „Er weiß auch, dass das nicht mehr passieren darf, sonst hat es größere Konsequenzen.“ In diesem Zusammenhang könnte man auch die aktuelle Situation in der Bundesliga betrachten, wo Bayern davonzieht, während Dortmund sich selbst zerlegt.
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