Die Würzburger Kickers haben auf die jüngsten Ausschreitungen ihrer Fans beim Derby gegen Schweinfurt reagiert. Der Verein hat beschlossen, den Ultra-Block E bei Heimspielen bis auf Weiteres zu sperren, um die Vorfälle aufzuklären und die Verantwortlichen zu ermitteln.
Wichtige Punkte
- Der Block E, Heimat der Kickers Ultras, bleibt bis auf Weiteres gesperrt.
- Die Sperrung dient der Aufklärung der Vorfälle vom Freitag.
- Die Torhymne „Jump around“ wird wieder in der Akon Arena gespielt.
- Erlös der Becherspende geht an eine Organspende-Aktion des BFV.
- Pyrotechnik wurde während des Spiels gezündet, was zu einem versuchten Spielabbruch führte.
Hintergrund der Ausschreitungen
Am Freitagabend kam es beim Derby zwischen den Würzburger Kickers und dem FC Schweinfurt zu schweren Ausschreitungen. Die Kickers Ultras zündeten Pyrotechnik und feuerten Feuerwerk auf den Rasen sowie in die Zuschauerränge, was die Sicherheit der Anwesenden gefährdete. Diese Vorfälle führten zu einem massiven Eingreifen der Sicherheitskräfte und sorgten für eine angespannte Atmosphäre im Stadion.
Maßnahmen der Kickers
Um den Vorfällen entgegenzuwirken, hat der Verein folgende Maßnahmen ergriffen:
- Sperrung des Ultra-Blocks: Der Block E, in dem die Ultras ihren Platz haben, bleibt bis auf Weiteres gesperrt.
- Aufklärung der Vorfälle: Der Verein hat angekündigt, die Vorfälle gründlich zu untersuchen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
- Änderung der Torhymne: Die Torhymne „Jump around“, die auf Wunsch der Ultras vor der Saison geändert wurde, wird wieder gespielt, um die Stimmung im Stadion zu verbessern.
- Erlös der Becherspende: Der Erlös der Becherspende beim nächsten Heimspiel wird nicht für den Umbau von Block E verwendet, sondern fließt in eine Organspende-Aktion des Bayerischen Fußballverbandes (BFV).
Reaktionen aus der Fanszene
Die Reaktionen auf die Sperrung des Ultra-Blocks sind gemischt. Während einige Fans die Entscheidung des Vereins unterstützen und die Notwendigkeit von Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit betonen, gibt es auch kritische Stimmen, die die Sperrung als übertrieben empfinden. Die Diskussion über die Rolle der Ultras im Fußball und deren Einfluss auf die Stimmung im Stadion wird durch diese Vorfälle erneut angeheizt.
Fazit
Die Würzburger Kickers stehen vor einer schwierigen Herausforderung, die Balance zwischen der Unterstützung ihrer Fans und der Gewährleistung der Sicherheit im Stadion zu finden. Die Sperrung des Ultra-Blocks ist ein erster Schritt, um die Vorfälle aufzuklären und zukünftige Ausschreitungen zu verhindern. Der Verein hofft, dass durch diese Maßnahmen ein positives Umfeld für alle Zuschauer geschaffen werden kann.