Leon Goretzka: Stille nach dem Abschied vom FC Bayern
Die Situation um Leon Goretzka, der in diesem Sommer den FC Bayern München verlassen musste, sorgt für Aufsehen. Der Nationalspieler erhielt keinen neuen Vertrag und ist nun vereinslos. Wie es für ihn weitergeht, bleibt ungewiss. Gerüchte über potenzielle neue Klubs haben sich bislang nicht bewahrheitet, was möglicherweise auf zu hohe Gehaltsforderungen zurückzuführen ist.
Ruhige Zeiten in den sozialen Medien
In den sozialen Medien ist es um Goretzka auffällig ruhig geworden. Seit Wochen gibt es auf seinem Instagram-Profil keinen neuen Beitrag mehr. Der ehemalige Star des FC Bayern, der nun offiziell ohne Verein ist, scheint aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden zu sein. Auch die Gerüchteküche rund um ihn hat sich merklich beruhigt. Es bleibt unklar, ob hinter den Kulissen Gespräche stattfinden.
Der Transfermarkt hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Während früher viele Informationen in Hinterzimmern blieben, ist der Transferjournalismus heute transparenter denn je. Diverse Medien und Plattformen berichten über Spielerwechsel, und es hat sich ein eigenes Expertentum entwickelt. Dennoch bleibt Goretzka derzeit ein unbeschriebenes Blatt.
Frühere Begehrlichkeiten und aktuelle Situation
In der Vergangenheit wurde Goretzka mit namhaften Klubs wie dem FC Barcelona, Arsenal, Juventus Turin, AC Mailand, SSC Neapel und Atlético Madrid in Verbindung gebracht. Im Mai äußerte sich der Spieler optimistisch über seine Zukunft und sprach von einer „privilegierten Situation“. Doch diese Einschätzung scheint sich mittlerweile gewandelt zu haben.
Mediale Berichterstattung und Gehaltsforderungen
Die Berichterstattung über Goretzka war zuletzt von weniger schmeichelhaften Schlagzeilen geprägt. Es wurde berichtet, dass seine Gehaltsforderungen als zu hoch angesehen werden. Der 31-Jährige soll ein Jahresgehalt von sieben Millionen Euro netto sowie ein Handgeld von rund zehn Millionen Euro anstreben. Zum Vergleich: Bei Bayern verdiente er zuletzt 13 Millionen Euro brutto. Dies könnte eine Rückkehr zu seinem ehemaligen Verein VfL Bochum, der zwar Bedarf, aber nicht die finanziellen Mittel hat, ausschließen.
Enttäuschung bei der WM
Bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada hatte Goretzka gehofft, sich ins beste Licht zu rücken. Doch die Nationalmannschaft enttäuschte erneut, und auch Goretzka kam nur zu drei Kurzeinsätzen. Seine Rolle als Führungsspieler, die ihm von Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann zugedacht wurde, wurde gestrichen. Diese Degradierung soll Goretzka nicht gut gefallen haben, was zu einer Abkapselung und schlechter Laune geführt haben soll.
Frustration im Elfmeterschießen
Die Situation eskalierte während des entscheidenden Elfmeterschießens im Sechzehntelfinale gegen Paraguay, als Goretzka frustriert abwinkte. Der Ausgang des Spiels ist bekannt: Jonathan Tah, der letzte Schütze, setzte den Ball über das Tor.
Ein Musterprofi auf der Suche nach einer neuen Herausforderung
Leon Goretzka galt während seiner Zeit beim FC Bayern als Musterprofi. Auch in seiner letzten Saison akzeptierte er seine Rolle als Backup hinter Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic. Trainer Vincent Kompany lobte ihn bei seinem Abschied im Mai für seinen Einsatz und seine Professionalität. Trotz dieser Qualitäten hat sich bislang kein neuer Vertrag ergeben.
Vor der enttäuschenden WM war Goretzka optimistisch, dass er „noch einmal richtig kompetitiven Fußball im Ausland spielen“ möchte. Ein Angebot von Chicago Fire aus der MLS lehnte er ab, da er auf ein attraktiveres Projekt hofft. Ob sich an dieser Situation etwas ändert, bleibt abzuwarten, insbesondere nachdem Chicago Fire Robert Lewandowski verpflichtet hat, einen alten Bayern-Kollegen.
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Quellen: n-tv
Bildquelle: Rufus46 via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
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