Otto Addo ist nicht länger Trainer der ghanaischen Nationalmannschaft. Die Entscheidung fiel nur wenige Stunden nach der 1:2-Niederlage im Freundschaftsspiel gegen Deutschland.
In einer offiziellen Mitteilung gab der ghanaische Fußballverband (GFA) bekannt: „Der ghanaische Fußballverband hat sich mit sofortiger Wirkung vom Cheftrainer der ghanaischen Herren-Nationalmannschaft, Otto Addo, getrennt. Der Verband möchte Otto Addo herzlich für seinen Beitrag zum Team danken und wünscht ihm viel Erfolg bei seinen zukünftigen Vorhaben. Die neue technische Ausrichtung der Black Stars wird zu gegebener Zeit bekanntgegeben.“
Otto Addo, der seit September 2021 Teil des ghanaischen Trainerstabs war, übernahm zunächst für einige Monate die Rolle des Co-Trainers, bevor er im Februar 2022 zum Nationaltrainer ernannt wurde. Nach einer kurzen Amtszeit musste er Ende 2022 seinen Posten räumen, kehrte jedoch im März 2024 als Trainer zurück. In den 22 Spielen, die er seitdem geleitet hat, konnte er lediglich acht Siege verbuchen, wobei die letzten vier Partien allesamt verloren gingen.
Bereits vor der Niederlage gegen Deutschland äußerte Addo:
„Mein Job ist immer in Gefahr. Aber wenn man sich als Trainer darüber Sorgen macht, dann ist es ohnehin vorbei. Ich gebe immer mein Bestes. Mehr kann ich nicht tun. Die Entscheidung treffen andere.“
Mit dieser Entscheidung wird Addo nicht erneut die Möglichkeit haben, Ghana bei einer Weltmeisterschaft zu vertreten. Bei der WM 2022 in Katar war er als Co-Trainer dabei, schied jedoch früh nach zwei Niederlagen und einem Sieg in der Gruppenphase aus. Für die kommende WM 2026, die in Kanada, Mexiko und den USA stattfinden wird, soll ein neuer Trainer für die nötigen Erfolge sorgen. Am 22. Mai steht für Ghana ein Testspiel gegen Mexiko auf dem Programm, die Nachfolge von Addo ist derzeit noch unklar.
Otto Addo, der in Deutschland aufgewachsen ist und ghanaische Wurzeln hat, absolvierte in der Bundesliga insgesamt 98 Spiele für Borussia Dortmund, den 1. FSV Mainz 05 und den Hamburger SV, bevor er 2008 seine Karriere beendete.
Bildquelle: Von Frank Schwichtenberg – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=51374771
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