„Das hat keine Partie bei dieser Weltmeisterschaft verdient“: Mit diesen Worten äußerte Oliver Schmidt, Kommentator des ZDF, seine deutliche Kritik an der FIFA während des WM-Spiels zwischen Uruguay und Saudi-Arabien in Miami. Der Kommentar fiel kurz vor dem Anpfiff des Spiels, das um 17 Uhr Ortszeit begann.
Schmidt spricht über leere Ränge
Schmidt bemerkte die leeren Plätze im Stadion der Miami Dolphins, das Platz für über 60.000 Zuschauer bietet. Er sagte: „Leider, leider, leider – einige Lücken auf den Zuschauerrängen. Die FIFA bekommt die Quittung für die völlig überteuerten Tickets zu diesem Turnier.“
Fans im Fokus
Der Kommentator betonte weiter: „Fußball gehört den Fans! Nur bei der FIFA haben sie gedacht, hier können sie mal so richtig abschöpfen. Vielleicht ein bisschen naiv, und trotzdem habe ich die Hoffnung, dass die leeren Plätze die Männer in den Nadelstreifen zumindest mal zum Grübeln bringen werden.“
Schmidts Erfahrung und Beliebtheit
Oliver Schmidt ist bekannt für seine klaren Analysen und gehört zu den Aushängeschildern des ZDF. Seit 2010 kommentiert er Großveranstaltungen wie die Olympischen Spiele sowie die Fußball-EM und WM und erfreut sich großer Beliebtheit bei den Fans.
Preise für WM-Tickets steigen rasant
Die FIFA strebt an, mit Einnahmen zwischen 12 und 13 Milliarden Dollar einen neuen Rekord aufzustellen. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Einnahmen sind die Ticketverkäufe. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur stiegen die Preise für Gruppenspiele auf mindestens 140 US-Dollar (rund 121 Euro). Für das Finale am 19. Juli in New Jersey wurden die teuersten Tickets zunächst für 8.680 US-Dollar angeboten, bevor der Preis im April auf 10.990 US-Dollar und im Mai sogar auf 32.970 US-Dollar anstieg.
Schmidt über die Zuschauerentwicklung
In der 13. Minute des Spiels sprach Schmidt erneut über die Zuschauerzahlen: „Das Stadion hat sich mittlerweile doch ein bisschen mehr gefüllt, nicht ganz so schlimm wie auf den ersten Blick gedacht. Allerdings: Gegenüber sehen Sie’s, beziehungsweise können Sie es erahnen in der Mitte – das sind wahrscheinlich die ganz wuchtigen Plätzchen – die sind doch sehr leer. Und das ist einfach nicht schön! Weil auch wir haben in der Stadt Menschen getroffen, die gerne hingehen würden, sich das aber wie schon in Mexiko-City nicht mehr erlauben können. Das verändert auch das Publikum in den Stadien.“
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Bildquelle: MagentaTV