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Biontech plant Schließung mehrerer Standorte: Bis zu 1860 Arbeitsplätze gefährdet

Biontech plant die Schließung mehrerer Produktionsstandorte in Deutschland und Singapur, was bis zu 1860 Stellen gefährdet. Die Maßnahmen sollen Kosten sparen und in die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente fließen.

Biontech plant Schließung mehrerer Standorte: Bis zu 1860 Arbeitsplätze gefährdet
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Biontech plant Schließung mehrerer Standorte: Bis zu 1860 Arbeitsplätze gefährdet

05.05.2026, 12:47 Uhr

Es läuft nicht optimal bei Biontech: Das Management des Unternehmens hat angekündigt, mehrere Produktionsstandorte in Deutschland und Singapur zu schließen. Diese Maßnahmen haben weitreichende Folgen für zahlreiche Mitarbeiter.

Der Impfstoffhersteller Biontech beabsichtigt, mehrere Produktionsstätten zu schließen. Das Unternehmen mit Sitz in Mainz führt die Entscheidung auf eine unzureichende Auslastung, Überkapazitäten sowie die Notwendigkeit von Kostensenkungen zurück.

Betroffen sind die Standorte in Idar-Oberstein, Marburg und Singapur sowie Einrichtungen des übernommenen Wettbewerbers Curevac. Insgesamt könnten bis zu 1860 Arbeitsplätze durch diese Maßnahmen gefährdet sein, wie das Management des Biopharma-Unternehmens mitteilte. Die Schließungen der Standorte in Idar-Oberstein, Marburg und Tübingen sind bis Ende 2027 geplant. Der Betrieb in Singapur soll voraussichtlich im ersten Quartal 2027 eingestellt werden. Zudem wird ein partieller oder vollständiger Verkauf der Standorte in Betracht gezogen.

Das Unternehmen rechnet nach der vollständigen Umsetzung der Maßnahmen im Jahr 2029 mit jährlichen Einsparungen von bis zu rund 500 Millionen Euro. Diese Mittel sollen in die Forschung, Entwicklung und Markteinführung von Medikamenten zur Bekämpfung von Krebs investiert werden.

Rückgang der Umsätze mit Covid-19-Impfstoffen

Im ersten Quartal verzeichnete Biontech einen Rückgang der Umsätze. Die Erlöse beliefen sich auf 118,1 Millionen Euro, im Vergleich zu 182,8 Millionen Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Rückgang wird hauptsächlich auf die gesunkenen Umsätze mit Covid-19-Impfstoffen zurückgeführt.

Der Nettoverlust stieg auf 531,9 Millionen Euro, während er im ersten Quartal des Vorjahres bei 415,8 Millionen Euro lag. Als Ursache für diese Entwicklung nannte das Unternehmen höhere Kosten für die Entwicklung von Programmen im Bereich Immunonkologie.

Angesichts der hohen Entwicklungskosten hatte Biontech bereits das Vorjahr mit einem Milliardenverlust abgeschlossen. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen sowohl auf dem europäischen als auch auf dem US-amerikanischen Markt geringere Umsätze aus dem Geschäft mit Covid-19-Impfstoffen. Für die Impfsaison 2026/27 wird die Entwicklung eines an Varianten angepassten Covid-19-Impfstoffs vorbereitet.

Ausblick auf 2026

Für das Jahr 2026 rechnet das Unternehmen, dessen Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci bis spätestens Ende dieses Jahres ausscheiden werden, mit Erlösen zwischen 2,0 Milliarden und 2,3 Milliarden Euro.

Biontech, das während der Corona-Pandemie erhebliche Einnahmen mit seinem Impfstoff erzielt hat, entwickelt nun Medikamente auf mRNA-Basis zur Bekämpfung von Krebs und anderen Krankheiten. Kürzlich wurde das Biotechnologieunternehmen Curevac mit Sitz in Tübingen übernommen. Bis 2030 plant Biontech, mehrere Zulassungsanträge für Onkologie-Kandidaten einzureichen.


Quellen: n-tv

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