„Wir sind gespannt, ob der DAX die 25.000 Punkte erreichen kann“, äußerte ein Marktanalyst.
Am Freitag, dem 2. Oktober 2026, richtet sich der Blick der Anleger auf den deutschen Leitindex, der erneut die 25.000-Punkte-Marke ins Visier nimmt. Der Handelsverlauf wird maßgeblich von bedeutenden Konjunkturdaten beeinflusst.
Der Broker IG prognostiziert für den DAX einen leichten Anstieg von 0,3 Prozent, was ihn über die 25.000 Punkte heben würde. Am Vortag musste der Index jedoch einen Rückgang von 1,03 Prozent hinnehmen und schloss bei 24.939 Punkten.
Ölpreise steigen weiter
Die Preise für Rohöl haben erneut zugelegt. So kostete das Nordseeöl Brent zuletzt 102,52 Dollar pro Barrel (159 Liter), während das US-Öl WTI bei 92,85 Dollar notierte. Diese Preiserhöhungen sind auf einen Exportstopp von Ölprodukten aus chinesischen Raffinerien zurückzuführen. Laut Informationen von Reuters sind die Lieferungen vorerst ausgesetzt, was die bereits angespannten Kraftstoffmärkte weiter belasten könnte.
„Das chinesische Exportverbot deutet auf Sorgen um die Verfügbarkeit von Produkten auf dem heimischen Markt hin“, erklärte Giovanni Staunovo, Analyst bei UBS.
Inflation im Euroraum im Blick
Die Auswirkungen der hohen Öl- und Gaspreise werden heute auch bei der Veröffentlichung der Inflationsdaten im Euroraum sichtbar. Experten erwarten für die EU-Verbraucherpreise im September einen Anstieg auf 3,6 Prozent, nach 3,2 Prozent im August. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bereits auf die steigende Inflation infolge des Iran-Kriegs mit zwei Zinserhöhungen in diesem Jahr reagiert. An den Finanzmärkten wird spekuliert, dass weitere Maßnahmen folgen könnten, um dem Preisauftrieb entgegenzuwirken. EZB-Präsidentin Christine Lagarde betonte jedoch, dass Energiepreise und Zinsen nicht synchron steigen sollten.
Japanische Zinsängste
In Japan sorgten überraschend hohe Inflationszahlen und Gewinnmitnahmen nach einem Sechs-Wochen-Hoch für einen Dämpfer an den Märkten. Die Kerninflation in Tokio stieg im September auf 2,7 Prozent, was die Erwartungen auf weitere Zinserhöhungen der Bank of Japan (BOJ) Ende Oktober anheizte.
„Die Inflationszahlen sind stark und zeigen, dass die Unternehmen die steigenden Kosten durch den schwachen Yen und den Iran-Krieg weitergeben“, sagte Yoshiki Shinke, Analyst beim Dai-ichi Life Research Institute.
Die BOJ hatte die Zinsen im vergangenen Monat auf den höchsten Stand seit 31 Jahren angehoben. Der Notenbankchef erklärte, dass der Fokus nun darauf liege, ein Überschießen der Inflation zu verhindern, was Raum für weitere Zinsschritte schaffen könnte.
Marktentwicklung in den USA
In Tokio fiel der Nikkei-Index um 0,9 Prozent auf 68.326 Punkte, während der breiter gefasste Topix um 1,0 Prozent auf 4.089 Zähler nachgab. Die Börse in Shanghai blieb aufgrund eines Feiertags geschlossen, sodass der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen nicht gehandelt wurde.
In den USA hatten robuste Wirtschaftsdaten zunächst die Sorgen vor weiteren aggressiven Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed geschürt. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fiel auf 197.000 und lag damit nahezu auf der prognostizierten Marke von 200.000. Zudem deutete der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe auf anhaltenden Preisdruck hin, was die Inflationssorgen verstärkte.
Eine positive Wendung brachte jedoch die Äußerung des stellvertretenden Fed-Vorsitzenden Philip Jefferson, der andeutete, dass die Zentralbank nach der Zinserhöhung im September geduldig sein könnte, bevor sie die Zinsen erneut anhebt. Dies wirkte sich unmittelbar auf den Anleihemarkt aus, wo die Rendite der zweijährigen US-Staatsanleihe um etwa zehn Basispunkte fiel.
Die US-Börsen schlossen daraufhin leicht im Plus. Der Dow-Jones-Index schloss minimal höher bei 50.926 Punkten, während der S&P 500 um 0,2 Prozent auf 7.666 Zähler zulegte. Der Technologiewerte-Index Nasdaq blieb nahezu unverändert bei 26.871 Punkten.
Ausblick auf wichtige Konjunkturdaten
Heute richten sich die Blicke erneut auf Konjunkturdaten aus den USA. Für den Job-Report der Regierung erwarten Ökonomen ein Stellenplus von 90.000, nachdem im August 162.000 Arbeitsplätze hinzugekommen waren. Die US-Notenbank Federal Reserve beobachtet diese Daten genau, da sie für Vollbeschäftigung und stabile Preise sorgen soll. Der Leitzins wurde Mitte September auf die Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben.
Dieser Artikel wurde am 02.10.2026 um 06:16 Uhr veröffentlicht.
Quellen: tagesschau
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.