Die Deutsche Bahn unter der Leitung von Konzernchefin Evelyn Palla setzt ihren Umbauprozess fort und plant, sich verstärkt auf das Kerngeschäft des Eisenbahnverkehrs zu konzentrieren. In einem Interview mit dem Magazin Stern äußerte Palla, dass Randgeschäfte, wie die Fahrradvermietung Call a Bike und die Autovermietung Flinkster, einer genauen Prüfung unterzogen werden. Diese Angebote müssen künftig profitabel sein.
„Wir konzentrieren uns noch fokussierter auf das Eisenbahnfahren“, erklärte die Konzernchefin. „Angebote für die sogenannte erste und letzte Meile machen wir künftig nur noch, wenn wir damit auch Geld verdienen.“
Die genannten Dienstleistungen werden von der Tochtergesellschaft Deutsche Bahn Connect (DB Connect) betrieben, die auch für das Fuhrparkmanagement innerhalb des DB-Konzerns zuständig ist.
Umbau und Infrastruktur
In ihrem Bestreben, die Deutsche Bahn zu modernisieren, kündigte Palla an, dass das Unternehmen keine Bahnbauprojekte in Ländern wie Indien und Uruguay mehr anstreben werde. „Das ist ein Geschäft, von dem wir uns mittelfristig trennen werden“, so Palla. Bereits vor ihrem Amtsantritt wurden die europäische Tochtergesellschaft Arriva sowie der Logistikdienstleister DB Schenker verkauft. Dennoch listet der aktuelle Geschäftsbericht weiterhin mehrere Hundert Beteiligungen auf.
Der Schwerpunkt von Palla liegt jedoch derzeit auf der Sanierung der teils maroden Infrastruktur der Bahn. Die Renovierung der Bahnhöfe, die als Aushängeschild des Unternehmens gelten, hat ebenfalls hohe Priorität. Täglich werden neue Meldungen über die Modernisierung einzelner Bahnhöfe veröffentlicht.
Investitionen in die Schieneninfrastruktur
Die Deutsche Bahn investiert derzeit Milliarden in die Instandsetzung ihres Schienennetzes, das maßgeblich für die Unpünktlichkeit der Züge verantwortlich ist. Auch Brücken müssen dringend saniert werden. Palla äußerte kürzlich: „Die Trendwende haben wir noch nicht geschafft.“ Viele Anlagen und Bahnhöfe befinden sich weiterhin in einem schlechten Zustand. Sie betonte jedoch, dass „die Talsohle der ungebremsten Alterung unserer Schieneninfrastruktur scheint erreicht“ zu sein.
Quellen: tagesschau
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