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Gamestop plant Übernahme von Ebay: 56 Milliarden Dollar Angebot vorgestellt

Gamestop legt ein konkretes Angebot für eine Übernahme von Ebay vor, das 56 Milliarden Dollar schwer ist. CEO Ryan Cohen plant, mit Ebay einen starken Konkurrenten zu Amazon zu schaffen und hat bereits einen Kredit über 20 Milliarden Dollar zugesagt.

Gamestop plant Übernahme von Ebay: 56 Milliarden Dollar Angebot vorgestellt
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Wirtschaft

Gamestop plant Übernahme von Ebay: 56 Milliarden Dollar Angebot vorgestellt

04.05.2026, 07:39 Uhr

Die Nachricht, die am vergangenen Wochenende die Runde machte, sorgte für Aufsehen: Der Videospiel-Händler Gamestop hat den Plan gefasst, den E-Commerce-Riesen Ebay zu übernehmen. Zu Beginn der neuen Woche wurde nun ein konkretes Angebot präsentiert: Gamestop beabsichtigt, 125 Dollar pro Aktie zu zahlen. Die Herkunft der finanziellen Mittel bleibt jedoch unklar.

Gamestop, bekannt für seine Geschäfte im Bereich Videospiele, möchte die deutlich größere Online-Handelsplattform Ebay erwerben und hat ein Angebot in Höhe von rund 56 Milliarden Dollar (47,7 Milliarden Euro) unterbreitet. Dieses Angebot soll sowohl Bargeld als auch Aktien umfassen, wie Gamestop-CEO Ryan Cohen dem „Wall Street Journal“ mitteilte. Cohen erklärte, dass er mit Ebay einen ernstzunehmenden Konkurrenten für Amazon aufbauen möchte und plant, das fusionierte Unternehmen zu leiten.

Das Gebot von 125 US-Dollar pro Aktie stellt einen Aufschlag von 20 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag dar, was Cohen besonders hervorhob. Im nachbörslichen Handel stieg der Kurs bereits auf etwa 116 Dollar, nachdem das „Wall Street Journal“ über Cohens Übernahmepläne berichtete.

Finanzierung des Angebots

Gamestop hält gegenwärtig einen Anteil von etwa fünf Prozent an Ebay. Basierend auf der zuletzt von Ebay veröffentlichten Zahl ausstehender Aktien beziffert Gamestop den Wert des Angebots auf rund 55,5 Milliarden Dollar. Cohen gab zudem an, dass er bereits eine Zusage für einen Kredit in Höhe von etwa 20 Milliarden Dollar für die Übernahme erhalten hat. Wie der verbleibende Teil der Kaufsumme finanziert werden soll, bleibt jedoch zunächst unklar.

Strategische Überlegungen

Cohen, der zuvor als Mitgründer des Online-Händlers Chewy tätig war, hatte 2020 eine bedeutende Beteiligung an Gamestop erworben. Er kritisierte das Management des Unternehmens für dessen langsame Reaktion auf den Online-Handel und übernahm 2023 die Führung. Unter seiner Leitung wurden zahlreiche Filialen geschlossen, während der Fokus auf den Verkauf von Sammelkarten und Retro-Konsolenspielen gelegt wurde, um nostalgische Gefühle bei Gamern zu wecken.

Auch Ebay verfolgt derzeit eine Strategie, sich verstärkt auf profitable Kategorien wie Sammelartikel, Autoteile und gebrauchte Modeartikel zu konzentrieren. CEO Jamie Iannone setzt zudem auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, um den Nutzern das Einkaufserlebnis auf der Plattform zu erleichtern. Eine offizielle Stellungnahme von Ebay zu Cohens Ankündigung steht bislang aus.

Gamestop sorgte während der Corona-Pandemie für Schlagzeilen, als Amateur-Händler aus dem Internet den Kurs der Aktie gegen die Skepsis von Wall-Street-Analysten in die Höhe trieben.

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