„Es besteht auch die Möglichkeit, dass es im Norden und Osten Gewitter geben kann“, sagte Klimatologe Karsten Brandt.
Deutschland steht vor einem Wetterphänomen der Extreme: Während der Norden und Osten des Landes von einem Sturmtief heimgesucht werden, steigen die Temperaturen im Südwesten bereits auf bis zu 35 Grad Celsius. Diese Kontraste sind jedoch erst der Anfang einer bevorstehenden Hitzewelle.
Sturmtief sorgt für ungemütliches Wetter im Norden
Ein über Südschweden und der Ostsee ziehendes Sturmtief bringt unruhiges Wetter in die Nordhälfte Deutschlands. Dichte Wolken und Regenschauer prägen das Bild, während die Südwesthälfte von heiterem bis sonnigem Wetter profitiert. Auf dem Brocken sind Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde zu erwarten. Auch auf Rügen sind am späten Nachmittag und Abend schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 95 Kilometern pro Stunde möglich.
Temperaturunterschiede zwischen Nord und Süd
Die Temperaturunterschiede zwischen den Regionen könnten an diesem Tag kaum größer sein. An der Ostseeküste werden lediglich 20 Grad Celsius erreicht, was für die Jahreszeit als zu kühl gilt. In Hamburg sind 22 Grad Celsius zu erwarten, während Berlin und Dresden jeweils mit 23 Grad Celsius rechnen müssen.
„Ganz anders die Südwesthälfte: Hier bleibt es bis zum Abend weitgehend trocken, und immer wieder kommt die Sonne durch“, erklärte Meteorologe Dominik Jung.
Am Oberrhein hingegen klettert das Thermometer auf bis zu 35 Grad Celsius, während in Köln bereits 31 Grad Celsius gemessen werden. Diese extremen Unterschiede sind auf die Position Deutschlands auf der kalten Seite eines Hochdruckgebiets zurückzuführen, das über Westeuropa liegt. Während der Nordosten von kühlen Luftmassen beeinflusst wird, profitiert der Südwesten von warmer Atlantikluft.
Hitzewelle aus Frankreich erreicht Deutschland
Die kühlen Temperaturen im Norden sind jedoch nur vorübergehend. Über Westeuropa bildet sich ein massiver Hitzeblock, der in Frankreich bereits extreme Temperaturen verursacht. In Bordeaux und Toulouse werden bis zu 44 Grad Celsius vorhergesagt, während in Paris und der Bretagne sogar 42 Grad Celsius erwartet werden. Am kommenden Wochenende könnten in den Pyrenäen unglaubliche 46 Grad Celsius erreicht werden. Dies ist bereits die dritte große Hitzewelle in Frankreich in diesem Sommer.
Dieser sogenannte „Heatdome“ wird sich in der zweiten Wochenhälfte nach Osten ausbreiten. Ende dieser Woche wird die Hitze auch Deutschland erreichen, wobei der Westen und Süden zuerst betroffen sein werden. Allerdings wird die Hitze hierzulande nicht die extremen Werte wie im Nachbarland erreichen.
Temperaturen über 35 Grad Celsius erwartet
Ab Samstag wird die Hitzewelle ganz Deutschland erfassen. Dann sind auch in Hamburg und Dresden 30 Grad Celsius zu erwarten. Im Südwesten könnten die Temperaturen sogar über 35 Grad Celsius steigen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert für Freitag im Nordosten Werte zwischen 22 und 29 Grad Celsius, während es in den anderen Regionen zwischen 30 und 36 Grad Celsius warm werden könnte. Mit der Hitze steigt auch das Risiko für Gewitter. Südlich der Donau rechnet der DWD am Samstag und Sonntag mit kräftigen Gewittern, die örtlich Unwetterpotential haben. Auch am Alpenrand sind ab Freitag vereinzelte starke Gewitter möglich.
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Quellen: news