„Ich hatte erwartet, dass wir vielleicht auch eine eigenständige ‚brustorientierte‘ Gruppe finden würden, aber das war nicht der Fall“, sagte der Psychologe Mehmet Mehmetoglu.
Präferenzen bei der Partnerwahl
Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass Männer bei der Partnerwahl eine klare Präferenz für das Gesäß gegenüber der Brust zeigen. Diese Erkenntnis überrascht selbst den Autor der Untersuchung.
Untersuchung und Methodik
In der Evolutionspsychologie wird häufig diskutiert, welche körperlichen Merkmale bei der Partnerwahl von Männern eine Rolle spielen. Brüste und Gesäß gelten als Indikatoren für Jugendlichkeit, Fruchtbarkeit und Gesundheit. Um herauszufinden, ob eines der beiden Körperteile eine größere Bedeutung hat, führte der Psychologe Mehmet Mehmetoglu von der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie in Trondheim eine Umfrage unter 395 norwegischen Männern durch.
Die Befragten sollten auf einer Skala von eins bis fünf angeben, wie wichtig ihnen Po und Busen bei einer Partnerin sind. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin Evolutionary Psychology veröffentlicht.
Ergebnisse der Studie
Die Analyse der Antworten ergab vier Untergruppen von Männern:
- Stark körperorientierte Gruppe: 53 Prozent der Befragten bewerteten sowohl Brüste als auch Po als sehr wichtig.
- Moderat körperorientierte Gruppe: 20 Prozent maßen beiden Merkmalen eine mittlere Bedeutung bei.
- Po-orientierte Gruppe: 18 Prozent der Männer gaben an, dass ihnen das Gesäß wichtiger ist als die Brust.
- Körperunorientierte Gruppe: 9 Prozent der Befragten fanden weder das eine noch das andere besonders wichtig.
Erstaunlicherweise konnte keine Gruppe identifiziert werden, die eine Vorliebe für Brüste über das Gesäß hatte.
„Männer, die Brüste hoch bewerteten, neigten auch dazu, das Gesäß hoch zu bewerten“, so Mehmetoglu.
Dies deutet darauf hin, dass das Gesäß eine zentralere Rolle bei der körperlichen Anziehung spielt, während Brüste eher ergänzend wirken.
Zusammenhang mit Einstellungen und Werten
Die Studie untersuchte auch, wie die Einstellungen und Werte der Männer mit ihren körperlichen Präferenzen korrelieren. Männer, für die „Sexiness“ ein wichtiges Kriterium bei der Partnerwahl ist, landeten mit höherer Wahrscheinlichkeit in einer der körperorientierten Gruppen. Im Gegensatz dazu fanden sich Männer, die Gleichberechtigung hoch schätzen, signifikant seltener in diesen Gruppen und häufiger in der körperunorientierten Gruppe.
Die Stichprobe bestand überwiegend aus jungen, alleinstehenden Männern mit einem Durchschnittsalter von 22,8 Jahren. Mehr als 60 Prozent waren zum Zeitpunkt der Befragung nicht in einer Beziehung. Ob ältere oder fest gebundene Männer ähnliche Präferenzen haben, bleibt unklar. Zudem erfasst die Umfrage lediglich die Selbsteinschätzung der Befragten zur Wichtigkeit von Körpermerkmalen und nicht ihr tatsächliches Verhalten bei der Partnerwahl.
Quellen: n-tv
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.