Nachrichten aus Würzburg und der Region

Aktuelles Echo
Schockierender Vorfall: BYD Tang verliert Motor während der Fahrt in China Schockierender Vorfall: BYD Tang verliert Motor während der Fahrt in China Vor 3 Minuten Urlaubsrisiko in Italien: Trickbetrüger zielen auf Autofahrer ab Urlaubsrisiko in Italien: Trickbetrüger zielen auf Autofahrer ab Vor 11 Minuten Irische Schauspielerin Brenda Fricker im Alter von 81 Jahren verstorben Irische Schauspielerin Brenda Fricker im Alter von 81 Jahren verstorben Vor 23 Minuten Kühle Juli-Tage: Wetterumschwung bringt Sommerhitze zurück Kühle Juli-Tage: Wetterumschwung bringt Sommerhitze zurück Vor 26 Minuten Weltmeisterschaft in Trauer: 13-Jähriger verliert bei Feierlichkeiten in Spanien sein Leben Weltmeisterschaft in Trauer: 13-Jähriger verliert bei Feierlichkeiten in Spanien sein Leben Vor 29 Minuten Medizinischer Notfall auf der Aida Perla: Rettungshubschrauber im Einsatz Medizinischer Notfall auf der Aida Perla: Rettungshubschrauber im Einsatz Vor 39 Minuten Ukraine-Konflikt: Wichtige Entwicklungen und Hintergründe im Überblick Ukraine-Konflikt: Wichtige Entwicklungen und Hintergründe im Überblick Vor 3 Stunden Live-Ticker: Angriff auf den Iran im Liveticker Live-Ticker: Angriff auf den Iran im Liveticker Vor 5 Stunden Bundesinnenminister Dobrindt warnt vor akuter Anschlagsgefahr in Deutschland Bundesinnenminister Dobrindt warnt vor akuter Anschlagsgefahr in Deutschland Vor 2 Tagen Jens Spahn gibt Fraktionsvorsitz der Union auf: Persönliche Gründe im Vordergrund Jens Spahn gibt Fraktionsvorsitz der Union auf: Persönliche Gründe im Vordergrund Vor 2 Tagen

Ökologischer Fußabdruck von KI-Chatbots: Eine kritische Analyse

Der UN-Bericht zu Künstlicher Intelligenz beleuchtet den erheblichen Ressourcenverbrauch von KI-Chatbots und prognostiziert einen Anstieg des Stromverbrauchs. Experten kritisieren die Methodik und betonen die Notwendigkeit effizienterer Lösungen zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks.

Ökologischer Fußabdruck von KI-Chatbots: Eine kritische Analyse
KI-generiert

Blick auf den Ressourcenverbrauch von KI-Chatbots

In den vergangenen dreieinhalb Jahren ist die Anwendung von KI-Chatbots, wie etwa ChatGPT, erheblich gestiegen. Diese Technologien zeichnen sich nicht nur durch ihre Effizienz aus, sondern auch durch einen beträchtlichen Verbrauch an Ressourcen. Ein neuer Bericht des UN-Instituts für Wasser, Umwelt und Gesundheit (UNU-INWEH) beleuchtet den ökologischen Fußabdruck der Künstlichen Intelligenz, der verschiedene Faktoren umfasst. Dazu zählen CO₂-Emissionen, der Verbrauch von Wasser und Rohstoffen sowie der Flächenbedarf für die notwendige Infrastruktur.

🎁 Gewinnspiel

Jetzt Newsletter abonnieren und gewinnen!

Melde dich zum kostenlosen Newsletter an und nimm automatisch an unserem Gewinnspiel teil. Wir verlosen 500 × 100 € Wunschgutscheine unter allen Abonnenten.

Methodik des UN-Berichts in der Kritik

Die Reaktionen auf den Bericht der UN fallen unter Experten unterschiedlich aus. So äußert Peter Radgen, Professor an der Universität Stuttgart, Bedenken, dass der Wasserverbrauch in der Sub-Sahara-Region als Maßstab herangezogen wurde. Zudem kritisiert er, dass der Bericht nicht ausreichend mit anderen großen Energieverbrauchern, wie der Stahl- oder Chemieindustrie, vergleicht, deren Energieverbrauch signifikant höher ist als der von Rechenzentren. Radgen bezeichnet die Reaktionen auf die Ergebnisse des Berichts als überzogen.

Stromverbrauch von KI: Prognosen und Herausforderungen

Der Bericht prognostiziert einen Anstieg des Anteils der Künstlichen Intelligenz am globalen Stromverbrauch von etwa 1,5 Prozent auf drei bis vier Prozent in naher Zukunft. Diese Entwicklung wirft wichtige Fragen zur Energieeffizienz und den ökologischen Konsequenzen auf.

Potenziale zur Effizienzsteigerung durch Abwärmenutzung

Radgen weist darauf hin, dass in Rechenzentren weltweit noch viel Potenzial für eine verbesserte Energieeffizienz besteht. Ein erheblicher Anteil des Stromverbrauchs, etwa 30 bis 40 Prozent, entfällt auf Kühlung. Durch die Anbindung von Rechenzentren an Wärmenetze könnte die anfallende Abwärme zur Beheizung von Industrieanlagen und Wohngebäuden verwendet werden, wodurch der ökologische Fußabdruck signifikant gesenkt werden könnte. In Deutschland gelten bereits strenge ökologische Vorgaben für den Betrieb solcher Einrichtungen.

Folgen des Wasserverbrauchs

Jens Gröger, Forschungskoordinator am Öko-Institut, bringt die Problematik des Wasserverbrauchs ins Spiel. Besonders in trockenen Regionen, wo große Rechenzentren angesiedelt werden, kann dies zu ernsthaften Herausforderungen führen. In den USA, Spanien und Chile entstehen Rechenzentren, die Grundwasser entziehen und verdampfen, was die Verfügbarkeit von Trinkwasser und Wasser für die Landwirtschaft gefährdet. Gröger kritisiert auch die methodischen Ansätze des Berichts, da oft nicht zwischen Wasserbedarf für die Stromproduktion und für Kühlung unterschieden wird.

Stromverbrauch von Rechenzentren: Ein Vergleich

Gröger erkennt die kritikwürdigen Aspekte des steigenden Stromverbrauchs durch KI an. Der globale Energiebedarf wächst nicht nur durch KI; auch der Anstieg von Elektrofahrzeugen und der Übergang zu erneuerbaren Energien in der Industrie tragen dazu bei. Im Gegensatz zu anderen Sektoren, die fossile Brennstoffe einsparen, kommt der Energiebedarf von Rechenzentren zusätzlich hinzu. Daher ist es entscheidend, dass der Strom für diese Einrichtungen nicht aus fossilen Quellen stammt.

Energieversorgung: Regionale Unterschiede

In den USA wird der zusätzliche Energiebedarf in Regionen wie Tennessee häufig durch neue Gaskraftwerke gedeckt, da die vorhandene Elektrizität nicht ausreicht, um die Rechenzentren zu betreiben. Der UN-Bericht warnt, dass ohne einen signifikanten Ausbau erneuerbarer Energien die Klimaziele gefährdet sein könnten. Gröger sieht hierin ein potenzielles Bedrohungsszenario, bietet jedoch auch Lösungsansätze an.

Nutzerverhalten als Faktor für Einsparungen

Gröger hebt hervor, dass das Nutzerverhalten eine wesentliche Rolle bei der Ressourcenschonung spielt. Derzeit erzeugen viele KI-Anwendungen einen enormen Datenverkehr, oft für banale Anfragen. Dabei könnten spezialisierte, kleinere Modelle, die auf bestimmte Anwendungen hin optimiert sind, erheblich weniger Strom und Wasser verbrauchen als große, universelle Systeme.

Einfluss von Technologie und Politik

Die zukünftige Entwicklung des Ressourcenverbrauchs im Bereich KI bleibt ungewiss. Mit zunehmender Anzahl an Anwendungen bestehen sowohl technische als auch politische Optionen zur Effizienzsteigerung. Die Experten betonen, dass diese Möglichkeiten zum Wohl der ökologischen Nachhaltigkeit genutzt werden sollten, da Künstliche Intelligenz eine feste Größe der Zukunft sein wird.


Quellen: tagesschau, Der Spiegel

Artikel teilen:

Empfehlungen für dich.

📷
5 neue
Verkehrsmeldungen
Würzburg
Jetzt ansehen →