Bischof Dr. Franz Jung hat am ersten Weihnachtsfeiertag im Würzburger Kiliansdom in seiner Predigt die Bedeutung von Weihnachten hervorgehoben. Unter dem Leitgedanken "Wo immer Christus geboren wird, ist Bethlehem" rief er dazu auf, Christus als Begleiter im Leben zu sehen und sich für Frieden und die Schwächsten einzusetzen. Die Predigt betonte die Erneuerung der menschlichen Würde durch die Menschwerdung Gottes und die Vertreibung der Finsternis.
Kernbotschaften der Predigt
- Die universelle Bedeutung von "Bethlehem": Überall, wo Christus geboren wird, ist Weihnachten.
- Aufruf zum Frieden: Angesichts von Kriegstreibern soll der Friede, wie von den Engeln verkündet, in die Welt getragen werden.
- Solidarität mit den Schwächsten: Sich für die Bedürftigen stark machen.
- Weihnachten als praktische Erfahrung: Demut als Weg durch die "engen Pforten" in Zeiten von Krankheit, Versöhnung und Teilen.
Die Menschwerdung Gottes im Fokus
Bischof Jung legte in seiner Predigt besonderen Wert auf den Gedanken der Menschwerdung Gottes. Er ermutigte die Gläubigen, Orte zu suchen, an denen Christus mitten unter ihnen geboren wird. An solchen Orten, so der Bischof, erneuere Gott als Mensch die Würde des Menschen und vertreibe die Dunkelheit. Dies sei eine zentrale Botschaft des Weihnachtsfestes, die auch in herausfordernden Zeiten Relevanz besitze.
Ein Plädoyer für Frieden und Nächstenliebe
Besonders in der heutigen Zeit, die von Konflikten geprägt sei, mahnte Bischof Jung zur Verbreitung des Friedens. Er zog Parallelen zur Verkündigung der Engel und appellierte an die Anwesenden, sich für die Schwächsten in der Gesellschaft einzusetzen. Das eigene Zuhause könne zu einem "Bethlehem" werden, wenn Nächstenliebe und Solidarität gelebt würden. Bereits in der Christmette am Vorabend hatte der Bischof die Bedeutung des Kindes in der Krippe als lebenslangen Begleiter betont und darauf hingewiesen, dass das Weihnachtsfest durch praktische Taten der Demut, der Versöhnung und des Teilens erfahrbar werde.